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Die Eröffnung „1 §“ (Version 6)Sie finden diese Beschreibung hier als pdf abgelegt.Und hier finden sie die Version 5 in englischer Sprache / version 5 in english.(Literatur: Glenn Groetheim / Alan Sontag, The Viking Precision Club, Norwegen 2002) Voraussetzungen der Eröffnung „1 §“ Die Eröffnung „1 §“ wird unter folgenden Voraussetzungen verwendet:- 16+ HP, jegliche Verteilung möglich, also auch eine ausgeglichene Verteilung. Davon gibt es zwei Ausnahmen: à Die Eröffnung „2 ¨“ zeigt in einer seiner Varianten 16-19 HP und eine beliebige Verteilung 4/4/4/1 à Gefährlich sowie generell an vierter Stelle: „1 NT“ = 14-16 HP - Hat man 7 Kontrollen (also 3 Asse und einen König) und ein offensiv interessantes Blatt, kann auch mal mit bloss 15 HP „1 §“ eröffnet werden. Ein Beispiel ist ª AKJ1096 / © A / ¨ QJ109 / § 65. Der Grund: Viele Stiche, viele 10 und 9. Auch mit 15 HP kann man eröffnen, wenn man mindestens eine 6er-Farbe besitzt, welche vis à vis von einem Singleton spielbar ist, und wenn man weiter daneben einen Singleton oder eine Chicane hat. Gerade mit solchen Händen fragt man besser den Partner ab, die tolle Farbe man nämlich kaum zeigen. - Extreme Zweifärber mit den Punkten in den langen Farben kann man ebenfalls mal „1 §“ öffnen; ist man selber gefährlich und der Gegner ungefährlich, ist es oft besser, solche Blätter mit „1 in Farbe“ zu eröffnen und später allenfalls ein Reversgebot folgen zu lassen. Denn interveniert der Gegner, was er ungefährlich mit Leichtigkeit machen kann, wird es oft schwierig, das Blatt zu zeigen. Weiter besteht die Gefahr, dass der Partner sonst bei einem kompetitiven Lizit in unserem Blatt tendenziell von zu vielen Defensivwerten ausgehen dürfte. Ist man hingegen ungefährlich und der Gegner gefährlich, ist es meist richtig, mit „1 §“ zu beginnen. - Starke Blätter (ab 20 HP) mit 4/4/4/1 eröffnen wir ebenfalls via „1 §“; mit Hilfe unserer Relaissequenzen kann in der Folge der richtige Kontrakt auslizitiert werden. Mit 16-19 HP öffnen wir „2 ♦“. - Unter Umständen eignet sich ein Blatt aber auch mit 16 HP nur bedingt für eine Eröffnung „1 §“. Beispielsweise mit ª KQ42 / © QJ / ¨ AQJ62 / § J9 kann man durchaus auch „1 ¨“ eröffnen, zumal der Wert der Figuren in den Kürzen von zweifelhafter Natur ist und man eine problemlose Wiederansage hat. Und nicht vergessen: Bei folgenden Blättern mit 16 oder mehr Figurenpunkten eröffnet man nicht „1 §“: à 16-19 HP, beliebige Verteilung 4/4/4/1 (à man eröffnet „2 ¨“ Multi) à 14-16 HP mit ausgeglichener Verteilung ohne 5er-Edelfarben „gefährlich“ sowie generell an vierter Stelle: „1 NT“ Die ersten Ansagen nach der Eröffnung „1 §“: Vorneweg: Da „1 §“ eine künstliche, unlimitierte Eröffnung ist, ist ein „pass“ des Partners ausgeschlossen. Es gibt grundsätzlich zwei Arten von ersten Antworten: „Schwache“ Ansagen einerseits und „starke“ Ansagen (ab mindestens 8 HP) andererseits, Gebote also, welche sofort das volle Spiel „garantieren“. Es ist somit möglich, bereits auf Stufe 1 mit der ersten Ansage bis zum Bieten des vollen Spiels zu forcieren. Vielleicht stellen Sie sich die Frage, wieso 16 HP (selten gar sehr schöne 15 HP) beim Eröffner und 8+ HP beim Antwortenden in der Regel für das volle Spiel genügen. Nun, die Erfahrung lehrt, dass sobald ein „8 Kartenfit“ gefunden wird, in der Regel genug Verteilungswerte vorhanden sind. Bei „Ohne“ sichern wir uns teilweise ab, indem wir die Eröffnung „1 NT“ gefährlich sowie generell an vierter Stelle mit 14-16 HP spielen, etwas grösser in unserem System das Risiko „ungefährlich“ bei Eröffnungen an erster, zweiter oder dritter Stelle, da hier „1 NT“ 10-12 HP zeigt und damit mit 16 HP „1 ♣“ eröffnet wird.
Positive Ansagen in einer Farbe setzen grundsätzlich 8+ HP voraus. Besitzt man ein As und einen König, und sind diese beide in einer oder in beiden langen Farben, rechtfertigt dies ein positives Gebot. Beispiele: 1.) ª AK9543 © 8 ¨ 1095 § 632 1 § - 1 ♥ 2.) ª K10943 © 7 ¨ A1087 § 765 1 § - 1 ♥ 3.) ª 3 © A9875 ¨ K8732 § 87 1 § - 1 ♠ 4.) ª AK765 © 10763 ¨ 754 § 5 1 § - 1 ♥ Eine Ansage in „Ohne“ verneint eine 5er-Edelfarbe, und dies ungeachtet der Qualität! Damit weiss man, dass der „1 NT“ oder „1 ♥“ (mit ausgeglichen verteiltem Blatt ab 15 HP) lizitierende Antwortende irgendeine Verteilung 4/3/3/3, 4/4/3/2 oder 5/3/3/2 mit einer eine 5er-Unterfarbe mit (8)9-14 HP besitzt. Eigentlich sollte man mit einer Verteilung der Art 5/4/2/2 nicht „1 NT“ bieten; unser System lässt es aber bei einer Stärke von 8-11 HP zu, solche Hände exakt zu beschrieben, und dies auf tiefem Niveau!
Das Lizit nach „1 § - 1 ¨“ Mit der Ansage „1 ¨“ zeigt der Antwortende, dass er zu schwach ist, um eine positive Ansage zu machen. Das Gebot ist konventionell und zeigt 0-7 HP (hat nichts mit der Farbe ¨ zu tun). Grundsätzlich verläuft das Folgelizit nach dieser schwachen Ansage von „1 ¨“ natürlich. Es gibt aber einige Ausnahmen: Konventionell sind seitens des Eröffners die Ansagen „1 ©“, „2 ♠“ sowie „2 NT“. Insbesondere „1 ©“ ist ein Relais mit 20+ HP, „2 ♠“ ein automatischer Transfer für „2 NT“.
Bei der zweiten Wiederansage hängt das Lizit natürlich von der ersten Wiederansage des Eröffners, aber auch von der eigenen Stärke ab. Absolut forcierend sind des Eröffners „Relais“ von „1 ©“ respektive „2 ♠“. Hat der Eröffner eine natürliche, nicht forcierende Ansage gemacht, passt der Antwortende in der Regel mit 0-4 HP, sofern er tendenziell eine ausgeglichene Verteilung (mit oder ohne Fit) hat. Mit unregelmässigen Händen und Fit ist man etwas aggressiver und gibt zumindest mit 4 HP diesen Fit zu. So lizitiert man beispielsweise mit ª Q76 / © 9 / ¨ Q543 / § 109865 nach „1 § - 1 ¨ - 1 ª“ à „2 ª“, mit ª Q963 / © 9 / ¨ Q54 / § 109865 gar à „3 ª“. Hingegen passt man nach dieser Sequenz mit einem ausgeglichen verteilten Blatt wie ª QJ5 / © 765 / ¨ J107 / § 7632. Ein Blatt mit 4 HP behandelt man aber auch dann wie ein solches der Stärke 5-7 HP, wenn man ein Ass besitzt. Die Ansage „1 § - 1 ¨ - 1 ª“ ist natürlich und limitiert. Besitzt der Antwortenden 5-7 HP und einen Fit, so sollte er diesen zugeben; dies gilt auch dann, wenn er daneben eine eigene Farbe besitzt. Eine eigene Farbe führt man mit 5-7 HP nur ohne Fit ein (und mit schwächeren Blättern passt man). Aggressiv bieten (auch mit Sprüngen) darf man mit gutem Fit (4+ Karten) und einem Singleton oder einer Chicane sowie 5-7 HP; mit einem Doppelsprung kann man auch einen Splinter machen (z.B. nach „1 § - 1 ¨ - 1 ª - 4 §“ mit à ª J1098 / © 93 / ¨ AJ10987 / § 5). Etwas speziell ist „1§ - 1 ¨ -1 ©“: Die Ansage zeigt 20+ HP und ist ein Relais; der Antwortende zeigt nun seine Stärke und seine Verteilung.
Das Folgelizit nach “1 § - 1 ¨ - 1 © - 1 ª:
Das Folgelizit nach “1 § - 1 ¨ - 1 © - 1 ª - 1 NT: Voraussetzungen der Ansage: - Ausgeglichene Verteilung - Gute 20-21 HP, 5er-Edelfarbe erlaubt - „4/3/3/3“, „4/4/3/2“, „5/3/3/2“, „6/3/2/2“ mit 6er-Unterfarbe denkbar (dann aber (18)19 HP) Besonderheiten im Folgelizit: Beachten Sie folgende Spezialität im Folgelizit: Hat man eine Verteilung 5-2 in den Edelfarben, lizitiert man via Transfer. Da der Eröffner aber eine 5er-Edelfarbe haben kann, verwendet man mit einer Verteilung 5-3 den „Stayman“, um einen Fit noch zu finden. Auch bei einer Verteilung 5-4 geht man via Stayman, und zwar dann, wenn man 4 HP besitzt und sicher das volle Spiel erreichen will oder enn man zwei in einer Edelfarbe spielen will; mit einem solchen Blatt lizitiert man nach "2 ¨" auf Stufe 3 die 3er- oder 4er-Farbe (Smolen-Konvention) respektive sagt das volle Spiel an, wenn der Partner nach dem Stayman eine 4er-Edelfarbe zeigt. Hat man neben der 5-4 Verteilung in den Edelfarben aber 3(4) HP, so transferiert man zuerst in die 5er-Farbe und lizitiert anschliessend die 4er-Farbe; dieses Lizit ist eine Einladung zum vollen Spiel. Die ersten Ansagen:
Man beachte:
Das Lizit nach dem Stayman Den Stayman muss man alertieren, da man ihn auch mit schwachen Blättern oder mit ausgeglichen verteilten Blättern ohne Edelfarbe lizitiert, nämlich bei einer Stärke von 4 HP. Denn die Ansage von „2 NT“ ist ja konventionell (zeigt nämlich Transfer ¨ mit (5)6+ Karten in der ¨-Farbe).
Nach der Antwort von „2 ¨“ nach dem Stayman ist die Ansage von zwei in einer Edelfarbe zu passen. „2 NT“ zeigt 4 HP und ladet zu „3 NT“ ein (mit oder ohne Edelfarbe).
Und nun einige Details zu den Transfer-Ansagen: Der Transfer ist auszuführen. Sprünge in die Transferfarbe sollten nur in ganz seltenen Ausnahmefällen gemacht werden (zeigt Maximum und schönen 4er-Fit), da der Partner ja sehr schwach sein kann. Eine neue Farbe zeigt ebenfalls Maximum, einen schönen 4er-Fit und verneint Werte in der angesagten Farbe. „2 NT“ zeigt 20½ HP (dank einer schönen 5er-Farbe) und einen Dreikartenfit mit zwei der drei Topfiguren; im Paarturnier ist diese Ansage nur in Ausnahmefällen anzuwenden, im Teamwettkampf hingegen immer. Nach all diesen Abweichungen von der Ausführung des Transfers ist eine Wiederholung der Transferfarbe ein Retransfer, der zwingend zu befolgen ist. Kontriert der Gegner den Transfer, führt ihn der Partner nur mit Fit aus (sonst passt man, „Rekontra“ verneint Fit und zeigt mindestens zwei hohe Figuren zu viert in der Transferfarbe). Zeigt der Antwortende nach seinem Transfer eine zweite Farbe auf der Stufe 3, so entwickelt sich das weitere Lizit wie folgt: Farbansagen auf Stufe 3 sind Cue-bid mit Fit in der zweiten Farbe, Farbansagen auf Stufe 4 sind Cue-bids im Edelfarbenfit. Die Ansagen "3 NT" und "4 in der Edelfarbe" sind natürlich und verneinen Interesse an mehr. Ein Beispiel:
Nach einem solchen Cue-bid auf der Stufe 3 ist "3 NT" Abschluss. Man suchte wohl einen 3er-Fit in der erstgenannten Farbe.
Transfer in die Unterfarben Mit „2 ª“ respektive „2 NT“ transferiert man auf die Unterfarben § respektive ¨. In der Regel führt man den Transfer einfach aus. Sagt man nach „2 ª“ à „2 NT“ respektive nach „2 NT“ à „3 §“, so zeigt dies Maximum und mindestens einen 4-Kartenfit oder aber mindestens Axx oder KJx (in der Unterfarbe des Partners); dies erlaubt es dem Partner, allenfalls „3 NT“ anzusagen.
Soweit die problemlosen Ansagen. Wenn der Eröffner nach diesem Transfer in eine Unterfarbe nicht die verlangte Unterfarbe lizitiert, sondern mit "1 NT - 2 ª - 2 NT" respektive mit "1 NT - 2 NT - 3 §" Fit und Maximum zeigt, so lizitiert der Antwortende selbst seine lange Farbe, wenn er diese spielen will. Er hat aber auch weitere Möglichkeiten:
Nach diesen Transfers in eine Unterfarbe verwenden wir einen speziellen „Trumpf Asking-bid“, welcher folgende Antworten hat:
Danach ist "4 §" à “5-As-Blackwood”.
Aufpassen muss man hier also bei der speziellen „4 § - Ansage“, welche daher nochmals dargestellt wird:
Der hier etwas spezielle „Trumpf Asking-bid“ hat folgende Antworten:
Danach ist "4 ¨" à „5-As-Blackwood“. Führt der Eröffner den Transfer in eine Unterfarbe normal aus und lizitierte der Antwortende nun eine Edelfarbe auf der Stufe 3, so ist dies natürlich und zeigt ein 6-4-Blatt mit 4er-Edelfarbe und forciert zum vollen Spiel. Hat man als Antwortender eine solche Verteilung und zu wenig Punkte für ein volles Spiel, so transferiert man in die Unterfarbe und passt in der Folge (hierfür hat man in der Regel 0-4 HP und eine valable Unterfarbe, sonst hätte man nach „1 § - 1 ¨ - 1 ©“ sofort „2 §“ gesagt). Hat der Antwortende wie soeben dargestellt eine 6er-Unterfarbe und eine 4er-Edelfarbe gezeigt, ist "3 NT" respektive die Hebung der Edelfarbe auf Stufe 4 zum spielen, andere Gebote sind Cue-bid. Springt der Antwortende, der zuvor in eine Unterfarbe transferiert hat, nach des Eröffners Antwort in eine neue Farbe, so ist - sofern die Ansage nicht speziell definiert wurde - dies Splinter. Der Gegner interveniert nach "1 Sans Atout": Wenn der Gegner nach der Eröffnung "1 § -1 ¨ - 1 © - 1 ª - 1 NT" in natürlicher oder künstlicher Weise interveniert, so verhalten wir uns - soweit hinten nichts anderes beschrieben ist - wie folgt:
Da wir negative Kontras gegen natürliche Interventionen spielen, kontriert der Eröffner nach „pass“ auf, wenn er 2-3 Karten in der Gegnerfarbe hat. Lizitiert der Partner nun, ist er schwach. Interveniert der Gegner im Transfer, so zeigt Kontra 4 HP und die für die Transferansage verwendete Farbe, das Gebot der Transferfarbe zeigt (0)1-4 HP und ist wie ein negatives Kontra (also Take-out gegen die angesagte Farbe des Gegners), alle übrigen Ansagen sind identisch wie oben bei der Verteidigung gegen die natürliche Intervention (also Lebensohl etc.). Das direkte Lizit der gegnerischen Farbe auf Stufe 3 ist also Stayman ohne Stopper, nach "2 NT" hingegen mit Stopper, beide Male mit 4(5) HP. Wenn der Gegner uns in den nun erreichten „1 NT“ kontriert, so ist "Rekontra" Transfer für § (5+ Treff), "2 §" zeigt 5+ Karo, "2 ¨" zeigt 5+ Herz, "2 ©" schliesslich zeigt 5+ Pik. Über die Stärke sagen diese Transferansagen nichts aus. Passt man, muss der Eröffner rekontrieren. Dieses Rekontra wird gepasst, wenn man glaubt, der Partner erfülle "1 NT" (so ab (2)3 HP), ansonsten lizitiert man ökonomisch 4er-Farben von unten, bis man einen Fit gefunden hat. Bitte beachten: Wir schenken dabei der Bedeutung des gegnerischen Kontras keine Beachtung, spielen also immer gleich. Etwas speziell ist es aber dann, wenn an vierter Stelle kontriert wird; auch hier schenken wir der Bedeutung des Kontras keine Beachtung!
Es gibt unzählige Konventionen mit Zweifärbern gegen „1 NT“. Wir verhalten uns gegen diese immer gleich, egal, ob wir „1 NT“ eröffnet haben, oder aber ob wir „1 NT“ lizitiert haben nach „1 § - 1 ¨ - 1 NT“ oder nach „1 § - 1 ¨ - 1 © - 1 ª - 1 NT“: Der einzige Unterschied liegt in der Stärke, welche es für diese Ansagen braucht – logisch, dass man nach der Eröffnung „1 NT“ mit 10-12 HP vorsichtiger sein muss als bei den anderen beiden Varianten. Details auf unser Gegenlizit gegen konventionelle Ansagen nach „1 NT“ sei auf das Kapitel „Eröffnung 1 NT“ verwiesen. (Exkurs: Nach „1 NT“ superschwach (10-12 HP) ist zu beachten, dass ein „Kontra“ gegen Farbinterventionen strafend ist.) Kontriert der Gegner unsere Stayman-Ansage, so passen wir ohne Stopper in §. Alle anderen Ansagen sind wie nach dem ungestörten "Stayman", allerdings zeigen die Ansagen einen §-Stopper. Hat man gepasst, muss der Partner rekontrieren. Nun passt der Eröffner, wenn er 5+ schöne Karten in Treff hat, ansonsten lizitiert er wiederum wie nach ungestörtem Stayman; als Zusatzinformation weiss der Partner aber, dass der Eröffner keinen §-Stopper hat. Das direkte Rekontra des Eröffners verneint eine 4er-Edelfarbe und zeigt 4 §-Karten. Der Partner kann nun allenfalls bei §-Support passen.
Nach einer gegnerischen Farbansage lizitieren wir nur dann, wenn die vorgesehene Ansage noch möglich ist (sonst passen wir oder kontrieren, was Strafvorschlag ist). Nach Eröffners "pass" ist Partners "Kontra" ein Strafvorschlag.
Verwenden wir eine Transfer-Ansage und wird diese vom Gegner kontriert, führen wir den Transfer nur aus, wenn wir einen Fit haben. Rekontriert der Partner nach unserem "pass", so fordert er uns nun auf, den Transfer auszuführen. Rekontriert der Eröffner, so zeigt dies 5 schöne Karten (oder ausnahmsweise mal zwei Topfiguren zu viert) in der lizitierten und kontrierten Farbe, in der Regel verneint es einen Fit in Partners Farbe. Lizitiert der Gegner nach unserem Transfer eine Farbe, führen wir den Transfer nur mit Fit aus. Die Ansage ist kompetitiv und sagt nichts über unsere Stärke aus. In der Regel haben wir einen 4-Karten-Fit (Law of total tricks). Hat der Eröffner nach der Intervention gepasst, kann der Partner den Transfer wiederholen (hat man also z.B. mit "2 ¨" transferiert, ist nun "3 ¨" nicht natürlich, sondern Transfer).
Das Folgelizit nach “1 § - 1 ¨ - 1 © - 1 ª - 2 ♣: „2 ♣“ ist wiederum ein Relais und zeigt 22+ HP.
Interveniert der Gegner erst zu diesem Zeitpunkt, so spielen wir das Kontra informativ. Die übrigen Ansagen sind natürlich und forcieren zum vollen Spiel. Da das Kontra informativ ist (à zeigt also die anderen Farben und 0-2 HP), muss der Eröffner - ähnlich wie beim „Sputnik-Kontra“ - nach Partners "pass" kontrieren, wenn er in der Gegnerfarbe maximal 2-3 Karten hat. Der Partner kann dies strafend abpassen, mit schwachen Händen lizitiert er seine Länge (und damit den Endkontrakt).
Alle weiteren Ansagen sind so ausgelegt, dass immer die starke Hand spielen kann.
Man beachte weiter Folgendes:
Interveniert der Gegner nach Stayman, so sagt man an, was man ohne Intervention geboten hätte, geht dies nicht mehr, passt man. Kontra vom Eröffner ist strafend (der Gegner hat also unsere Ansage verwendet), vom Partner informativ.
4 ¨ ist also nochmals ein Transfer, welcher zwingend auszuführen ist. Dies gilt auch dann, wenn der Eröffner „3 NT“ lizitiert hat (und damit Maximum mit einer 3er-© und zwei Topfiguren gezeigt hat).
Ähnlich verhält es sich nach dem Transfer in die ª-Farbe:
Diesen Retransfer von „4 ©“ gibt es auch, wenn der Eröffner „3 NT“ lizitiert hat (und damit Maximum mit einer 3er-ª und zwei Topfiguren gezeigt hat).
Hat der Antwortende nach seinem Edelfarbentransfer seine zweite Farbe gezeigt, ist ein „NT-Gebot“ ohne Sprung oder die Ansage des vollen Spiels in der Edelfarbe als Spielvorschlag zu werten.
Das Lizit geht dann wie folgt weiter:
Kennt man also zwei Farben, spielen wir einen 6-Ass-Blackwood. Die sechs Asse sind:
Interveniert der Gegner, zeigen wir dennoch unsere Asse. „Pass“ zeigt 1 oder 4 der 6 Asse, „Kontra“ null oder drei u.s.w.
Lizitiert man nach der Sequenz „1 ♣ -1 ♦ - 1 ♥ - 1 ♠ - 2 ♣ - 2 ♦ - 2 NT – 3 NT – 4 § - 4 ¨“ (à zeigt 0-2 mit ¨) direkt „4 NT“, so verneint dies Fit und ist ein Spielvorschlag. Die auf diesem Weg (also via „3 NT“) verschickte Schlemmeinladungen in den Farben © oder ª können gepasst werden; hier ist „4 NT“ nun 5-Ass-Blackwood (41/30). Dies erläutere ich an folgendem Beispiel:
Und wie sieht es bei einer Schlemmeinladung mit © aus?
Sinngemäss verhält es sich bei den restlichen Schlemmeinladungen.
Das Folgelizit nach “1 § - 1 ¨ - 1 © - 1 NT: „1 NT“ zeigt 5-7 HP und mindestens 5 Karten in einer Edelfarbe. Wie üblich folgt nun eine Relaissequenz, beginnend mit „2 ♣“.
Das Folgelizit nach “1 § - 1 ¨ - 1 © - 2 ♣: „2 ♣“ zeigt 5-7 HP und eine ausgeglichen verteilte Hand ohne 5er-Edelfarbe. Wie üblich folgt nun eine Relaissequenz, beginnend mit „2 ♦“.
Das Folgelizit nach “1 § - 1 ¨ - 1 © - 2 ♦: „2 ♦“ zeigt 5-7 HP, 5+ Karten in ♦ und eine nicht ausgeglichen verteilte Hand. Wie üblich folgt nun eine Relaissequenz, beginnend mit „2 ♥“.
Das Folgelizit nach “1 § - 1 ¨ - 1 © - 2 ♥: „2 ♥“ zeigt 5-7 HP, 5+ Karten in ♣ und eine zweite Farbe daneben. Wie üblich folgt nun eine Relaissequenz, beginnend mit „2 ♠“.
Das Folgelizit nach “1 § - 1 ¨ - 1 © - 2 ♠: „2 ♠“ zeigt 5-7 HP, 6+ Karten in ♣ ohne eine zweite Farbe daneben. Wie üblich folgt nun eine Relaissequenz, beginnend mit „2 NT“.
Das Folgelizit nach “1 § - 1 ¨ - 1 © - 2 NT: „2 NT“ zeigt 5-7 HP, Verteilung 4/4/4/1 mit beliebigem Singleton. Wie üblich folgt nun eine Relaissequenz, beginnend mit „3 ♣“.
Das Folgelizit nach “1 § - 1 ¨ - 1 © - 3 ♣: „3 ♣“ zeigt 5-7 HP, exakt 5 ♦ und 4 ♣. Wie üblich folgt nun eine Relaissequenz, beginnend mit „3 ♦“.
Das Folgelizit nach “1 § - 1 ¨ - 1 © - 3 ♦: „3 ♦“ zeigt 5-7 HP, 5+ ♦ und exakt 5 ♣. Wie üblich folgt nun eine Relaissequenz, beginnend mit „3 ♥“.
Das Folgelizit nach “1 § - 1 ¨ - 1 © - 3 ♥: „3 ♥“ zeigt 5-7 HP, exakt 5 ♦ und 6+ ♣. Wie üblich folgt nun eine Relaissequenz, beginnend mit „3 ♠“.
Das weitere Lizit nach „1 § - 1 ¨ - 1 ª“:
Generell gilt bei der zweiten Ansage des Antwortenden, dass er einen Fit zugeben sollte, wenn er einen hat (statt vorneweg eine eigene Farbe einzuführen). Das Folgelizit nach “1 § - 1 ¨ - 1 NT“: Mit „1 § - 1 ¨ - 1 NT“ zeigt der Eröffner ein ausgeglichen verteiltes Blatt (schlechte 5er-♠ denkbar, weiter jegliche 5er-♥) mit 16-19 HP respektive 17-19 HP bei roter Gefahrenlage sowie generell nach Eröffnungen an vierter Stelle. Wegen der Limitierung der Hand übernimmt der Antwortende das Kommando. Einladungen zu einem vollen Spiel sollten nur mit (6)7 HP gemacht werden, es sei denn, man besitze die notwendige Verteilung (sprich eine lange Farbe). Ohne lange Farbe (5+ Karten) sollte man mit 0-6 HP in der Regel passen. Beachten Sie folgende Spezialität im Folgelizit: Hat man eine Verteilung 5/2 in den Edelfarben, lizitiert man via Transfer. Mit einer Verteilung 5/3 oder 5/4 geht man via Stayman, wobei man mit 5-4 oder 4-5 auch ganz schwach sein kann. Mit einem ausgeglichenen verteilten Blatt sollte man mit 0-6 HP in der Regel passen, ausser man besitzt 5-4 oder 4-5 in den Edelfarben oder hat eine Verteilung, mit der man jede Antwort des Eröffners nach dem Stayman passen kann. Mit 7 HP hingegen sollte man einladen – man hat genügend Punkte für jeden Kontrakt der Stufe 2; bei 6 HP muss man sich bewusst sein, dass man gegen den Saal spielt, wenn man nun „Stayman“ bietet, da die meisten Spieler in natürlichen Systemen passen.
Bei den Antworten nach dem Stayman verwenden wir immer das gleiche Konstrukt:
Und nun aufpassen: Nach der Antwort von „2 ¨“ nach dem Stayman ist die Ansage von zwei in einer Edelfarbe zum spielen (also zu passen).
Ein Transfer ist immer auszuführen. Sprünge in die Transferfarbe sind verboten.
Mit „2 ª“ respektive „2 NT“ transferiert man auf die Unterfarben § respektive ¨. In der Regel führt man den Transfer einfach aus. Sagt man nach „2 ª“ à „2 NT“ respektive nach „2 NT“ à „3 §“, so zeigt dies Maximum und mindestens einen 4-Kartenfit oder aber mindestens Axx oder KJx (in der Unterfarbe des Partners); dies erlaubt es dem Partner, allenfalls „3 NT“ anzusagen.
Der „Trumpf Asking-bid“ hat folgende Antworten:
Aufpassen muss man hier also bei der speziellen „4 § - Ansage“, welche daher nochmals dargestellt wird:
Der hier etwas spezielle „Trumpf Asking-bid“ hat folgende Antworten:
Hat der Antwortende nach einer positiven Ansage des Eröffners wie soeben dargestellt eine 6er-Unterfarbe und eine 4er-Edelfarbe gezeigt, ist "3 NT" respektive die Hebung der Edelfarbe auf Stufe 4 zum spielen; andere Gebote wären Cue-bids (ist aber eher unwahrscheinlich). Das Lizit nach „1 § - 1 ¨ - 2 §“:
Das Lizit nach „1 § - 1 ¨ - 2 ¨“:
Das Lizit nach „1 § - 1 ¨ - 2 ©“:
Das Lizit nach „1 § - 1 ¨ - 2 ª“: „2 ♠“ ist ein automatischer Transfer für „2 NT“ mit unterschiedlichen Blättern
Das Folgelizit nach “1 § - 1 ¨ - 2 NT“: Mit dieser Lizitfolge zeigt der Eröffner ein Blatt mit 16-19 HP, einer 5er-♥ und daneben eine beliebige 4/4/0.
Das Lizit nach „1 § - 1 ¨ - 3 §“: „3 ♣“ zeigt 16-19 HP, 5 ♥ und 5+ ♣. Das weitere Lizit ist natürlich.
Das Lizit nach „1 § - 1 ¨ - 3 ¨“: „3 ♦“ zeigt 16-19 HP, 5 ♥ und 5+ ♦. Das weitere Lizit ist natürlich.
Das Lizit nach „1 § - 1 ¨ - 3 ♥“: „3 ♥“ zeigt 16-19 HP, 6+ ♥ und 5 ♠. Das weitere Lizit ist natürlich.
Das Lizit nach „1 § - 1 ¨ - 3 ♠“: „3 ♠“ zeigt 16-19 HP, setzt Pik als Trumpf fest und zeigt exakt 9 Stiche. Das weitere Lizit ist natürlich. Das Folgelizit nach positiven Antworten auf „1 §“ - Grundsätze: Es gibt grundsätzlich drei Typen von positiven Ansagen (also allen direkten Ansagen des Antwortenden, mit denen 8 oder mehr HP gezeigt werden): Solche mit langen Farben (mindestens eine Farbe mit 5+ Karten), solche mit ausgeglichen verteilten - für „Ohne“ geeigneten - Blättern sowie Dreifärber (4/4/4/1). Bitte beachten Sie, dass man ein positives Blatt der Verteilung 5/4/2/2 als Antwortender nach „1 §“ nie als „Ohne-Blatt“ behandeln sollte, viel wichtiger ist es, die korrekte Verteilung zu zeigen und den Vorteil des Systems zu nutzen, dass man dies in Ruhe tun kann, da der Vorteil eines starken Treff-Systems ist, dass man in diesen Fällen schon mit der ersten Ansage zum vollen Spiel forciert hat. Nach positiven Ansagen, übernimmt der Eröffner umgehend die Kontrolle über das weitere Lizit. Er wird in der Regel immer in eine Relaissequenz einsteigen. Damit kann er der Reihe nach die exakte Verteilung und anschliessend die Schlüsselkarten herausfinden. Vorsicht ist geboten, wenn er eine Chicane oder eine Farbe ohne Kontrolle und einen Fit hat: Dann lohnt es sich nicht selten, aus den Relais-Sequenzen auszusteigen. Die Nennung einer Farbe unterhalb des vollen Spiels deklariert diese als Trumpffarbe. Ab diesem Moment folgen Cue-bid-Sequenzen, allenfalls gefolgt von einem „Roman Key Card Blackwood“. Auch wenn er eine Farbe, bei der Partner keine Länge gezeigt hat, als Trumpf vorschlägt, folgen bei Fit Cue-bids (ohne Fit „Ohne“ bieten). Dies alles zeigt aber auch, welche Verantwortung der Eröffner trägt: Er sammelt alle Informationen, die er benötigt, um den richtigen Kontrakt zu bestimmen. Der Partner kann in den meisten Fällen nicht mehr mitentscheiden, er liefert nur Informationen. Noch ein Wort zu den positiven Dreifärbern: Sie kommen zwar relativ selten vor – wenn aber, dann gehören sie zu den dynamischten und effektivsten Werkzeugen des Systems überhaupt. Eröffnet nämlich ein Spieler „1 §“ und zeigt der Partner sein 4/4/4/1-Blatt, weiss der Eröffner einerseits oft sofort, wo er seinen Fit hat, andererseits kennt er sofort das enorme Potential des Antwortenden, der ja einen guten Fit und ein Singleton besitzt. Andererseits erkennt man umgehend fragliche Werte im eigenen Blatt, z.B. wenn man KJ52 in der Singletonfarbe des Antwortenden besitzt. Wir können zwei unterschiedliche Stärken mit diesen 4-4-4-1-Blättern zeigen: Solche mit 8-12 HP (und in der Regel weniger als 4 italienischen Kontrollen), und jene mit (12)13+ HP (und in der Regel mit 4+ italienischen Kontrollen). Welche Möglichkeiten hat der Eröffner? Sehen wir uns dies vorneweg rein theoretisch an – weiter hinten finden Sie alles in Details dargestellt. Sie sollten die Konventionen aber nicht bei den detaillierten Darstellungen lernen, sondern sich die abstrakten Werkzeuge merken und sie dann richtig einsetzen. In der Praxis können Sie so immer herleiten, was eine Antwort des Partners bedeutet. Der Eröffner hat nach einer positiven Antwort also immer ein Relais zur Verfügung, welches gleich zum vollen Spiel forcierend ist. In der Folge wird zuerst die exakte Verteilung abgefragt, anschliessend werden die Schlüsselkarten erforscht (mit der Konvention „Crash“). Crash ist die Frage nach den Assen, Königen und Damen. „Crash“ wird jeweils bei der allgemeinen Erklärung zu den Relais-Sequenzen erklärt. Vereinfacht gesagt:
Steigt der Eröffner aus den Relaissequenzen aus, bevor er die ganze Verteilung evaluiert hat, ist die Ansage natürlich und setzt die Trumpffarbe fest. Nachfolgende Ansagen sind Cue-bid und versprechen seitens des Antwortenden Fit. Diese Cue-bids werden ökonomisch angewendet und zeigen Erst- oder Zweitrundenkontrollen. Das Folgelizit nach “1 § - 1 ©“:
Das Folgelizit nach dem Relais –Trigger von „1 ♠“: „1 ♠“ ist Relais und fragt der Reihe nach Verteilung und Schlüsselkarten des Antwortenden ab. Nach den Antworten des Eröffners ist immer die nächstmögliche Ansage ein weiteres Relais. Kennt man die Verteilung noch nicht ganz, dann fragt das Relais die weitere Verteilung ab; kennt man die exakte Verteilung, ist das Relais As-Frage (das nachfolgende Relais ist Königsfrage, danach folgt die Damenfrage). Dabei werden jeweils nur die 4 Karten abgefragt, dies nach dem Schema Crash (Colour-Rank-And-SChape): Wenn die erste Frage auf Stufe 2, 3 oder 4 erfolgt:
Crash Stufe 1: 1 oder 4 Asse Crash Stufe 2: 0 oder 3 Asse Crash Stufe 3: 2 Asse der gleichen Farbe (rot oder schwarz) Crash Stufe 4: 2 Asse des gleichen Ranges, also in den Edel- oder in den Unterfarben Crash Stufe 5: 2 Asse ungleicher Farbe/ungleichen Ranges, also ª und ¨ oder © und §
Analog geht es nach dem nächsten Relais mit den Königen und später den Damen weiter. Die Ansage des vollen Spiels in der Trumpffarbe respektive einer Farbe, in welcher der Partner 4+ Karten gezeigt hat, ist nie Relais (dann ist die nächst höhere Ansage Relais).
Wenn die zweite oder dritte Frage mit „5 ♣“ oder höher gemacht wird:
Crash Stufe 1: 0 oder 3 Könige (Damen) Crash Stufe 2: 1 oder 4 Könige (Damen) Crash Stufe 3: 2 Könige (Damen) der gleichen Farbe (rot oder schwarz) Crash Stufe 4: 2 Könige (Damen) des gleichen Ranges, also in den Edel- oder in den Unterfarben Crash Stufe 5: 2 Könige (Damen) ungleicher Farbe/ungleichen Ranges, also ª und ¨ oder © und §
Wenn die erste Frage auf Stufe „4 NT“ erfolgt:
Crash Stufe 1: 1 oder 4 Asse Crash Stufe 2: 0 oder 3 Asse Crash Stufe 3: 2 Asse
Wenn die erste Frage auf Stufe „5 ♣“ oder höher erfolgt:
Crash Stufe 1: 0 oder 3 Asse Crash Stufe 2: 1 oder 4 Asse Crash Stufe 3: 2 Asse
Hat der Antwortende eine Figur gezeigt, kann man abklären, in welcher Farbe diese Figur ist. Statt der ersten Relaisfarbe lizitiert man einfach die nächst höhere Farbe (oder Ohne), welche nicht Trumpf sein kann (man also nicht 4+ Karten gezeigt hat). Die Antworten sind wie folgt:
Bei einer gezeigten Figur:
Stufe 1: Figur in der längsten Farbe (bei zwei gleich langen: In der unteren Farbe) Stufe 2: Figur in der zweitlängsten Farbe Stufe 3: Figur in der zweitkürzesten Farbe Stufe 4: Figur in der kürzesten Farbe
Bei zwei gezeigten Figuren:
Stufe 1: Figuren in den beiden längeren Farben Stufe 2: Figuren in den beiden kürzeren Farben
Bei drei gezeigten Figuren:
Stufe 1: Die Figur fehlt in der kürzesten Farbe Stufe 2: Die Figur fehlt in der zweitkürzesten Farbe Stufe 3: Die Figur fehlt in der zweitlängsten Farbe Stufe 4: Die Figur fehlt in der längsten Farbe
Auch hier bei zwei gleich langen Farben: Zuerst die untere Farbe zeigen.
Kontriert der Gegner ein Relais des Fragenden, lizitiert der Antwortende wie ohne Kontra“ weiter, wenn er das Ass oder mindestens den König zu zweit in der kontrierten Farbe hat, wobei „Rekontra“ die erste Stufe ist. Andernfalls wartet er Partners „Rekontra“ ab und bietet dann seine Antworten. Bietet der Gegner hingegen nach einem Relais eine Farbe, zeigt „pass“ die erste Stufe (Partners „Kontra“ ist dann strafend, die erste Farbstufe wieder Relais), „Kontra“ ist Strafvorschlag (bietet der abfragende Partner die nächste Stufe ist dies Relais, der Partner soll also sein Blatt weiter beschreiben), die nächstmögliche Ansage zeigt die zweite Stufe der Antworten auf das Relais und so weiter. Kontriert der Gegner eine Antwort auf ein Relais, so ersetzt „pass“ des Fragenden sein „Relais“ (der Antwortende rekontriert, wenn er vorschlagen will, dass dies gespielt wird (der abfragende Spieler passt oder geht mit der Ansage der nächsten Stufe in die Relaissequenz zurück), ansonsten bietet er ganz normal in Stufen und zeigt so sein Blatt), „Rekontra“ des abfragenden Spielers ist zum spielen. Bietet der Gegner nach einer Antwort innerhalb der Relais-Sequenzen, ersetzt „pass“ des Fragenden das Relais, „Kontra“ ist demgegenüber strafend. Kontriert nun der antwortende Spieler, schlägt er ein Strafkontra vor (der fragende Spieler passt oder bietet die nächste Stufe, um wieder in die Relaissequenz zu kommen), ansonsten zeigt er seine weitere Verteilung respektive seine Schlüsselkarten.
„2 ª“ fragt nach einer zweiten 4er-Farbe; diese wird soweit möglich natürlich gezeigt (und ansonsten wie immer von unten, daher zeigt „2 NT“ 4 Karten in ª).
Kennt man 4-4 in zwei Farben, ist der nächste Relais ein „Sidestep-Relais“. Die erste Stufe zeigt 2 Karten in der oberen und 3 Karten in der unteren der verbleibenden Farben, die zweite Stufe zeigt 3 Karten in der oberen und zwei Karten in der unteren der verbleibenden Farben.
Sobald die exakte Verteilung bekannt ist, ist der nächste „Relais“ immer „Crash“; Ausnahme: „3 NT“ (hier ist somit „4 §“ à „Crash“).
Auch nach dem oben dargestellten Relais von „3 §“ sieht man das Prinzip dieser Relais: Man versucht das Ganze immer so natürlich wie möglich aufzubauen.
Beim „Splinter-Relais“ sind die Antworten immer wie folgt: Stufe 1 zeigt die Kürze in der untersten der verbleibenden Farben, die Stufe 2 zeigt die Kürze in der mittleren der verbleibenden Farben und die Stufe 3 zeigt die Kürze in der obersten der verbleibenden Farben.
Und wie gesagt: Mit einer natürlichen Ansage kann man immer aus den Relaissequenzen aussteigen! Das Lizit wird dann natürlich, ist ein Fit bekannt, folgen Cue-bids, „4 NT“ wird ein 5-Ass-Blackwood“.
Das Folgelizit nach “1 § - 1 ª“:
Der Eröffner kann sich nach positiven Antworten des Partners mit einer „Ohne-Ansage“ immer nach der exakten Verteilung erkundigen. In der Regel wird man mit dem Relais beginnen.
Das Folgelizit nach “1 § - 1 NT“: Die Ansage zeigt: à 8-14 HP mit ausgeglichen verteilter Hand (8 HP mit 4-3-3-3 ev. „1 ♦“ lizitieren) à verneint den Besitz einer 5er- (oder längeren) Edelfarbe à 5er-Unterfarbe bei ausgeglichener Verteilung (5/3/3/2) enthalten à Beliebige 4/3/3/3, 4/4/3/2, beliebige 5/3/3/2 mit 5er-Unterfarbe à Grundsätzlich zu vermeiden (aber möglich bei schlechter Qualität in den Farben): 5/4/2/2 mit 5-4 oder 4-5 in den Unterfarben
Danach verwenden wir keine Transferansagen seitens des Eröffners (er soll ja spielen). Vielmehr sind Farbansagen (abgesehen von „2 §“, was eine Art „Stayman“ ist) natürlich und verlangen “Cue-bids“. Die ersten Ansagen:
Hinweis: 1 ♣ - 1NT forciert zum vollen Spiel. Man sollte sich – bei ungefährlicher Gefahrenlage – mit einem Blatt mit exakt 8 HP und eine Verteilung 4-3-3-3 ohne irgendwelche Mittelkarten überlegen, ob man mit „1 § - 1 ¨“ beginnen will und die Hand anschliessend als eine der Stärke 7 HP behandeln soll. Hat nämlich der Partner bloss 16 HP und ein ausgeglichen verteiltes Blatt ist diese die einzige Chance, nicht mit 24 HP in „3 NT“ zu landen.
Mit „1 ♣ - 1 NT - 2 ♣“ kann man in eine Relaissequenz einsteigen. Mit dem „Relais-Trigger“ gibt der Antwortende nun zu erkennen, dass er mindestens das volle Spiel erreichen will. Nun starten die Relais-Sequenzen. Der Antwortende kann jederzeit aus den Relaissequenzen aussteigen, indem er eine andere Ansage wählt. Diese Ansage ist immer natürlich, wobei das Spiel zum vollen Spiel forciert ist. Hat man in eine natürliche Sequenz gewechselt und ist ein Fit bekannt, folgen Cue-bids. Doch zurück zu den Relais-Sequenzen: Kennt man die exakte Verteilung, ist das Relais As-Frage (das nachfolgende Relais ist Königsfrage, danach folgt die Damenfrage). Dabei werden jeweils nur die 4 Karten abgefragt, dies nach dem Schema Crash (Colour-Rank-And-SChape): Wenn die erste Frage auf Stufe 2, 3 oder 4 erfolgt: Crash Stufe 1: 1 oder 4 Asse Crash Stufe 2: 0 oder 3 Asse Crash Stufe 3: 2 Asse der gleichen Farbe (rot oder schwarz) Crash Stufe 4: 2 Asse des gleichen Ranges, also in den Edel- oder in den Unterfarben Crash Stufe 5: 2 Asse ungleicher Farbe/ungleichen Ranges, also ª und ¨ oder © und §
Analog geht es nach dem nächsten Relais mit den Königen und später den Damen weiter. Die Ansage des vollen Spiels in der Trumpffarbe respektive einer Farbe, in welcher der Partner 4+ Karten gezeigt hat, ist nie Relais (dann ist die nächst höhere Ansage Relais).
Wenn die zweite oder dritte Frage mit „5 ♣“ oder höher gemacht wird:
Crash Stufe 1: 0 oder 3 Könige (Damen) Crash Stufe 2: 1 oder 4 Könige (Damen) Crash Stufe 3: 2 Könige (Damen) der gleichen Farbe (rot oder schwarz) Crash Stufe 4: 2 Könige (Damen) des gleichen Ranges, also in den Edel- oder in den Unterfarben Crash Stufe 5: 2 Könige (Damen) ungleicher Farbe/ungleichen Ranges, also ª und ¨ oder © und §
Wenn die erste Frage auf Stufe „4 NT“ erfolgt:
Crash Stufe 1: 1 oder 4 Asse Crash Stufe 2: 0 oder 3 Asse Crash Stufe 3: 2 Asse
Wenn die erste Frage auf Stufe „5 ♣ “ oder höher erfolgt:
Crash Stufe 1: 0 oder 3 Asse Crash Stufe 2: 1 oder 4 Asse Crash Stufe 3: 2 Asse
Hat der Antwortende eine Figur gezeigt, kann man abklären, in welcher Farbe diese Figur ist. Statt der ersten Relaisfarbe lizitiert man einfach die nächst höhere Farbe (oder Ohne), welche nicht Trumpf sein kann (man also nicht 4+ Karten gezeigt hat). Die Antworten sind wie folgt:
Bei einer gezeigten Figur:
Stufe 1: Figur in der längsten Farbe (bei zwei gleich langen: In der unteren Farbe) Stufe 2: Figur in der zweitlängsten Farbe Stufe 3: Figur in der zweitkürzesten Farbe Stufe 4: Figur in der kürzesten Farbe
Bei zwei gezeigten Figuren:
Stufe 1: Figuren in den beiden längeren Farben Stufe 2: Figuren in den beiden kürzeren Farben
Bei drei gezeigten Figuren:
Stufe 1: Die Figur fehlt in der kürzesten Farbe Stufe 2: Die Figur fehlt in der zweitkürzesten Farbe Stufe 3: Die Figur fehlt in der zweitlängsten Farbe Stufe 4: Die Figur fehlt in der längsten Farbe
Auch hier bei zwei gleich langen Farben: Zuerst die untere Farbe zeigen.
Kontriert der Gegner ein Relais des Fragenden, lizitiert der Antwortende wie ohne Kontra“ weiter, wenn er das Ass oder mindestens den König zu zweit in der kontrierten Farbe hat, wobei „Rekontra“ die erste Stufe ist. Andernfalls wartet er Partners „Rekontra“ ab und bietet dann seine Antworten. Bietet der Gegner hingegen nach einem Relais eine Farbe, zeigt „pass“ die erste Stufe (Partners „Kontra“ ist dann strafend, die erste Farbstufe wieder Relais), „Kontra“ ist Strafvorschlag (bietet der abfragende Partner die nächste Stufe ist dies Relais, der Partner soll also sein Blatt weiter beschreiben), die nächstmögliche Ansage zeigt die zweite Stufe der Antworten auf das Relais und so weiter. Kontriert der Gegner eine Antwort auf ein Relais, so ersetzt „pass“ des Fragenden sein „Relais“ (der Antwortende rekontriert, wenn er vorschlagen will, dass dies gespielt wird (der abfragende Spieler passt oder geht mit der Ansage der nächsten Stufe in die Relaissequenz zurück), ansonsten bietet er ganz normal in Stufen und zeigt so sein Blatt), „Rekontra“ des abfragenden Spielers ist zum spielen. Bietet der Gegner nach einer Antwort innerhalb der Relais-Sequenzen, ersetzt „pass“ des Fragenden das Relais, „Kontra“ ist demgegenüber strafend. Kontriert nun der antwortende Spieler, schlägt er ein Strafkontra vor (der fragende Spieler passt oder bietet die nächste Stufe, um wieder in die Relaissequenz zu kommen), ansonsten zeigt er seine weitere Verteilung respektive seine Schlüsselkarten. Der Antwortende kann jederzeit aus den Relaissequenzen aussteigen, indem er eine andere Ansage wählt. Damit wird ab Stufe des vollen Spiels der Endkontrakt bestimmt.
Besitzt man eine 5er-♠ und nur Interesse am vollen Spiel steigt man in obiger Sequenz besser aus der Relais-Sequenz aus und bietet in natürlicher Weise „3 ♠“.
„2 ª“ fragt nach einer zweiten 4er-Farbe; diese wird soweit möglich natürlich gezeigt (und ansonsten wie immer von unten, daher zeigt „2 NT“ 4 Karten in ª).
Kennt man 4-4 in zwei Farben, ist der nächste Relais ein „Sidestep-Relais“. Die erste Stufe zeigt 2 Karten in der oberen und 3 Karten in der unteren der verbleibenden Farben, die zweite Stufe zeigt 3 Karten in der oberen und zwei Karten in der unteren der verbleibenden Farben.
Sobald die exakte Verteilung bekannt ist, ist der nächste „Relais“ immer „Crash“; Ausnahme: „3 NT“ (hier ist somit „4 §“ à „Crash“).
Auch nach dem oben dargestellten Relais von „3 §“ sieht man das Prinzip dieser Relais: Man versucht das Ganze immer so natürlich wie möglich aufzubauen.
Beim „Splinter-Relais“ sind die Antworten immer wie folgt: Stufe 1 zeigt die Kürze in der untersten der verbleibenden Farben, die Stufe 2 zeigt die Kürze in der mittleren der verbleibenden Farben und die Stufe 3 zeigt die Kürze in der obersten der verbleibenden Farben.
Und wie gesagt: Mit einer natürlichen Ansage kann man immer aus den Relaissequenzen aussteigen! Das Lizit wird dann natürlich, ist ein Fit bekannt, folgen Cue-bids, „4 NT“ wird ein 5-As-Blackwood“. So aber auch bei obiger Sequenz: Besitzt man eine 5er-♠ und nur Interesse am vollen Spiel steigt man in obiger Sequenz besser aus der Relais-Sequenz aus und bietet in natürlicher Weise „3 ♠“.
Das Folgelizit nach “1 § - 2 §: „2 §“ lizitiert man unter folgenden Voraussetzungen: à 8+ HP à Mindestens 5er-§ (was die Qualität der Farbe betrifft werden keine Anforderungen gestellt) à Keine 5er-♣ mit 3/3/2 daneben (dann mit 8-14 HP „1 NT“ respektive mit 15+ HP „1 ♥“ bieten!), weiter nicht 4-5 oder 5-4 in den Unterfarben (à 1 ♣ - 2 ♥)
Man beachte, dass man bei direkten „Ohne-Ansagen“ keine 5er-Farben haben darf.
„2 ¨“ ist nun also eine Anfrage nach der Verteilung sowie mittelbar nach de Stärke. Einige Hinweise zu „Crash“: Wenn die erste Frage auf Stufe 2, 3 oder 4 erfolgt: Crash Stufe 1: 1 oder 4 Asse Crash Stufe 2: 0 oder 3 Asse Crash Stufe 3: 2 Asse der gleichen Farbe (rot oder schwarz) Crash Stufe 4: 2 Asse des gleichen Ranges, also in den Edel- oder in den Unterfarben Crash Stufe 5: 2 Asse ungleicher Farbe/ungleichen Ranges, also ª und ¨ oder © und §
Analog geht es nach dem nächsten Relais mit den Königen und später den Damen weiter. Die Ansage des vollen Spiels in der Trumpffarbe respektive einer Farbe, in welcher der Partner 4+ Karten gezeigt hat, ist nie Relais (dann ist die nächst höhere Ansage Relais).
Wenn die zweite oder dritte Frage mit „5 ♣“ oder höher gemacht wird:
Crash Stufe 1: 0 oder 3 Könige (Damen) Crash Stufe 2: 1 oder 4 Könige (Damen) Crash Stufe 3: 2 Könige (Damen) der gleichen Farbe (rot oder schwarz) Crash Stufe 4: 2 Könige (Damen) des gleichen Ranges, also in den Edel- oder in den Unterfarben Crash Stufe 5: 2 Könige (Damen) ungleicher Farbe/ungleichen Ranges, also ª und ¨ oder © und §
Wenn die erste Frage auf Stufe „4 NT“ erfolgt:
Crash Stufe 1: 1 oder 4 Asse Crash Stufe 2: 0 oder 3 Asse Crash Stufe 3: 2 Asse
Wenn die erste Frage auf Stufe „5 ♣“ oder höher erfolgt:
Crash Stufe 1: 0 oder 3 Asse Crash Stufe 2: 1 oder 4 Asse Crash Stufe 3: 2 Asse
Hat der Antwortende eine Figur gezeigt, kann man abklären, in welcher Farbe diese Figur ist. Statt der ersten Relaisfarbe lizitiert man einfach die nächst höhere Farbe (oder Ohne), welche nicht Trumpf sein kann (man also nicht 4+ Karten gezeigt hat). Die Antworten sind wie folgt: Bei einer gezeigten Figur:
Stufe 1: Figur in der längsten Farbe (bei zwei gleich langen: In der unteren Farbe) Stufe 2: Figur in der zweitlängsten Farbe Stufe 3: Figur in der zweitkürzesten Farbe Stufe 4: Figur in der kürzesten Farbe
Bei zwei gezeigten Figuren:
Stufe 1: Figuren in den beiden längeren Farben Stufe 2: Figuren in den beiden kürzeren Farben
Bei drei gezeigten Figuren:
Stufe 1: Die Figur fehlt in der kürzesten Farbe Stufe 2: Die Figur fehlt in der zweitkürzesten Farbe Stufe 3: Die Figur fehlt in der zweitlängsten Farbe Stufe 4: Die Figur fehlt in der längsten Farbe
Auch hier bei zwei gleich langen Farben: Zuerst die untere Farbe zeigen.
Kontriert der Gegner ein Relais des Fragenden, lizitiert der Antwortende wie ohne Kontra“ weiter, wenn er das Ass oder mindestens den König zu zweit in der kontrierten Farbe hat, wobei „Rekontra“ die erste Stufe ist. Andernfalls wartet er Partners „Rekontra“ ab und bietet dann seine Antworten. Bietet der Gegner hingegen nach einem Relais eine Farbe, zeigt „pass“ die erste Stufe (Partners „Kontra“ ist dann strafend, die erste Farbstufe wieder Relais), „Kontra“ ist Strafvorschlag (bietet der abfragende Partner die nächste Stufe ist dies Relais, der Partner soll also sein Blatt weiter beschreiben), die nächstmögliche Ansage zeigt die zweite Stufe der Antworten auf das Relais und so weiter. Kontriert der Gegner eine Antwort auf ein Relais, so ersetzt „pass“ des Fragenden sein „Relais“ (der Antwortende rekontriert, wenn er vorschlagen will, dass dies gespielt wird (der abfragende Spieler passt oder geht mit der Ansage der nächsten Stufe in die Relaissequenz zurück), ansonsten bietet er ganz normal in Stufen und zeigt so sein Blatt), „Rekontra“ des abfragenden Spielers ist zum spielen. Bietet der Gegner nach einer Antwort innerhalb der Relais-Sequenzen, ersetzt „pass“ des Fragenden das Relais, „Kontra“ ist demgegenüber strafend. Kontriert nun der antwortende Spieler, schlägt er ein Strafkontra vor (der fragende Spieler passt oder bietet die nächste Stufe, um wieder in die Relaissequenz zu kommen), ansonsten zeigt er seine weitere Verteilung respektive seine Schlüsselkarten. Der Antwortende kann jederzeit aus den Relaissequenzen aussteigen, indem er eine andere Ansage wählt. Damit wird ab Stufe des vollen Spiels der Endkontrakt bestimmt.
Wichtig: Früher oder später unterscheidet man beim Antwortenden 2 Stärkezonen: 8-11 HP sowie 12+ HP. Man beachte weiter, dass man nicht 5 ♣ und 4 ♦ oder 5 ♦ und 4 ♣ haben kann, damit lizitiert man nach „1 ♣“ direkt „2 ♥“ (oder bei gut gedeckten Doubletons allenfalls „1 NT“).
Man beachte bei den beiden oberen Sequenzen, dass die Verteilung 0-4-4-5 über „1 ♣ - 2 ♥“ gezeigt wird.
Man bedenke bei den beiden Sequenzen oben: Mit 4-0-4-5 geht man über „1 ♣ - 2 ♥“.
Nach den Relais von „4 ♥“ respektive „4 ♠“ zeigen die Antworten auf der Stufe 1 „2-3“ und auf der Stufe 2 „3-2“, danach folgt wie gewohnt „Crash“. Das Folgelizit nach “1 § - 2 ¨“: „2 ¨“ lizitiert man unter folgenden Voraussetzungen: à 8+ HP à Mindestens 5er-¨ (was die Qualität der Farbe betrifft werden keine Anforderungen gestellt) à Man kann nicht eine 5er-♦ und daneben eine beliebige Verteilung 3/3/2 („1 ♣ - 1 NT“ mit 8-14 HP respektive „1 ♣ - 1 ♥“ mit 15+ HP) und auch nicht 5 Karo und 4 Treff respektive 4 Karo und 5 Treff haben („1 ♣ - 2 ♥“).
„2 ©“ ist nun eine Anfrage nach der Verteilung.
Wichtig: Früher oder später unterscheidet man beim Antwortenden 2 Stärkezonen: 8-11 HP sowie 12+ HP. Man beachte weiter, dass man nicht 5 ♣ und 4 ♦ oder 5 ♦ und 4 ♣ haben kann, damit lizitiert man nach „1 ♣“ direkt „2 ♥“.
Man beachte, dass der Antwortende mit 5-4 oder 4-5 in den Unterfarben nach „1 ♣“ mit „2 ♥“ antwortet und er diese Verteilung in den hier dargestellten Sequenzen nicht mehr haben kann.
Das Folgelizit nach “1 § - 2 ©“: Die Ansage von „1 § - 2 ©“ wird unter folgenden Voraussetzungen gemacht: à 8+ HP à exakt 9 Karten in den Unterfarben und zwar 5er-♦ und 4er-♣ oder 4er-♦ und 5er-♣ Der Eröffner kann nun mit „2 ♠“ in eine Relais-Sequenz einsteigen oder aber eine neue Farbe lizitieren, was natürlich ist und bei Fit einen Cue-bid, ansonsten die Ansage von „2 NT“ verlangt. In der Regel wird er aber das Relais von „2 ♠“ verwenden, da ihm dies Aufschluss über Stärke und Verteilung gibt.
Kennt man die exakte Verteilung, ist das Relais As-Frage (das nachfolgende Relais ist Königsfrage, danach folgt die Damenfrage). Dabei werden jeweils nur die 4 Karten abgefragt, dies nach dem Schema Crash (Colour-Rank-And-SChape): Wenn die erste Frage auf Stufe 2, 3 oder 4 erfolgt: Crash Stufe 1: 1 oder 4 Asse Crash Stufe 2: 0 oder 3 Asse Crash Stufe 3: 2 Asse der gleichen Farbe (rot oder schwarz) Crash Stufe 4: 2 Asse des gleichen Ranges, also in den Edel- oder in den Unterfarben Crash Stufe 5: 2 Asse ungleicher Farbe/ungleichen Ranges, also ª und ¨ oder © und §
Analog geht es nach dem nächsten Relais mit den Königen und später den Damen weiter. Die Ansage des vollen Spiels in der Trumpffarbe respektive einer Farbe, in welcher der Partner 4+ Karten gezeigt hat, ist nie Relais (dann ist die nächst höhere Ansage Relais).
Wenn die zweite oder dritte Frage mit „5 ♣“ oder höher gemacht wird:
Crash Stufe 1: 0 oder 3 Könige (Damen) Crash Stufe 2: 1 oder 4 Könige (Damen) Crash Stufe 3: 2 Könige (Damen) der gleichen Farbe (rot oder schwarz) Crash Stufe 4: 2 Könige (Damen) des gleichen Ranges, also in den Edel- oder in den Unterfarben Crash Stufe 5: 2 Könige (Damen) ungleicher Farbe/ungleichen Ranges, also ª und ¨ oder © und §
Wenn die erste Frage auf Stufe „4 NT“ erfolgt:
Crash Stufe 1: 1 oder 4 Asse Crash Stufe 2: 0 oder 3 Asse Crash Stufe 3: 2 Asse
Wenn die erste Frage auf Stufe „5 ♣ “ oder höher erfolgt:
Crash Stufe 1: 0 oder 3 Asse Crash Stufe 2: 1 oder 4 Asse Crash Stufe 3: 2 Asse
Hat der Antwortende eine Figur gezeigt, kann man abklären, in welcher Farbe diese Figur ist. Statt der ersten Relaisfarbe lizitiert man einfach die nächst höhere Farbe (oder Ohne), welche nicht Trumpf sein kann (man also nicht 4+ Karten gezeigt hat). Die Antworten sind wie folgt:
Bei einer gezeigten Figur:
Stufe 1: Figur in der längsten Farbe (bei zwei gleich langen: In der unteren Farbe) Stufe 2: Figur in der zweitlängsten Farbe Stufe 3: Figur in der zweitkürzesten Farbe Stufe 4: Figur in der kürzesten Farbe
Bei zwei gezeigten Figuren:
Stufe 1: Figuren in den beiden längeren Farben Stufe 2: Figuren in den beiden kürzeren Farben
Bei drei gezeigten Figuren:
Stufe 1: Die Figur fehlt in der kürzesten Farbe Stufe 2: Die Figur fehlt in der zweitkürzesten Farbe Stufe 3: Die Figur fehlt in der zweitlängsten Farbe Stufe 4: Die Figur fehlt in der längsten Farbe
Auch hier bei zwei gleich langen Farben: Zuerst die untere Farbe zeigen.
Kontriert der Gegner ein Relais des Fragenden, lizitiert der Antwortende wie ohne Kontra“ weiter, wenn er das Ass oder mindestens den König zu zweit in der kontrierten Farbe hat, wobei „Rekontra“ die erste Stufe ist. Andernfalls wartet er Partners „Rekontra“ ab und bietet dann seine Antworten. Bietet der Gegner hingegen nach einem Relais eine Farbe, zeigt „pass“ die erste Stufe (Partners „Kontra“ ist dann strafend, die erste Farbstufe wieder Relais), „Kontra“ ist Strafvorschlag (bietet der abfragende Partner die nächste Stufe ist dies Relais, der Partner soll also sein Blatt weiter beschreiben), die nächstmögliche Ansage zeigt die zweite Stufe der Antworten auf das Relais und so weiter. Kontriert der Gegner eine Antwort auf ein Relais, so ersetzt „pass“ des Fragenden sein „Relais“ (der Antwortende rekontriert, wenn er vorschlagen will, dass dies gespielt wird (der abfragende Spieler passt oder geht mit der Ansage der nächsten Stufe in die Relaissequenz zurück), ansonsten bietet er ganz normal in Stufen und zeigt so sein Blatt), „Rekontra“ des abfragenden Spielers ist zum spielen. Bietet der Gegner nach einer Antwort innerhalb der Relais-Sequenzen, ersetzt „pass“ des Fragenden das Relais, „Kontra“ ist demgegenüber strafend. Kontriert nun der antwortende Spieler, schlägt er ein Strafkontra vor (der fragende Spieler passt oder bietet die nächste Stufe, um wieder in die Relaissequenz zu kommen), ansonsten zeigt er seine weitere Verteilung respektive seine Schlüsselkarten. Das Folgelizit nach “1 § - 2 ª“: Die Ansage von „1 § - 2 ♠“ wird unter folgenden Voraussetzungen gemacht: à 4-1-4-4 oder 4-4-1-4, schwarzes Singleton à 12+ HP Mit dem Relais von „2 NT“ kann nun der Singleton erfragt werden, welcher (wie immer in unserem System) von unten gezeigt wird:
Kennt man die exakte Verteilung, ist das Relais As-Frage (das nachfolgende Relais ist Königsfrage, danach folgt die Damenfrage). Dabei werden jeweils nur die 4 Karten abgefragt, dies nach dem Schema Crash (Colour-Rank-And-SChape): Wenn die erste Frage auf Stufe 2, 3 oder 4 erfolgt: Crash Stufe 1: 1 oder 4 Asse Crash Stufe 2: 0 oder 3 Asse Crash Stufe 3: 2 Asse der gleichen Farbe (rot oder schwarz) Crash Stufe 4: 2 Asse des gleichen Ranges, also in den Edel- oder in den Unterfarben Crash Stufe 5: 2 Asse ungleicher Farbe/ungleichen Ranges, also ª und ¨ oder © und §
Analog geht es nach dem nächsten Relais mit den Königen und später den Damen weiter. Die Ansage des vollen Spiels in der Trumpffarbe respektive einer Farbe, in welcher der Partner 4+ Karten gezeigt hat, ist nie Relais (dann ist die nächst höhere Ansage Relais).
Wenn die zweite oder dritte Frage mit „5 ♣“ oder höher gemacht wird:
Crash Stufe 1: 0 oder 3 Könige (Damen) Crash Stufe 2: 1 oder 4 Könige (Damen) Crash Stufe 3: 2 Könige (Damen) der gleichen Farbe (rot oder schwarz) Crash Stufe 4: 2 Könige (Damen) des gleichen Ranges, also in den Edel- oder in den Unterfarben Crash Stufe 5: 2 Könige (Damen) ungleicher Farbe/ungleichen Ranges, also ª und ¨ oder © und §
Wenn die erste Frage auf Stufe „4 NT“ erfolgt: Crash Stufe 1: 1 oder 4 Asse Crash Stufe 2: 0 oder 3 Asse Crash Stufe 3: 2 Asse
Wenn die erste Frage auf Stufe „5 ♣ “ oder höher erfolgt:
Crash Stufe 1: 0 oder 3 Asse Crash Stufe 2: 1 oder 4 Asse Crash Stufe 3: 2 Asse
Hat der Antwortende eine Figur gezeigt, kann man abklären, in welcher Farbe diese Figur ist. Statt der ersten Relaisfarbe lizitiert man einfach die nächst höhere Farbe (oder Ohne), welche nicht Trumpf sein kann (man also nicht 4+ Karten gezeigt hat). Die Antworten sind wie folgt:
Bei einer gezeigten Figur: Stufe 1: Figur in der längsten Farbe (bei zwei gleich langen: In der unteren Farbe) Stufe 2: Figur in der zweitlängsten Farbe Stufe 3: Figur in der zweitkürzesten Farbe Stufe 4: Figur in der kürzesten Farbe
Bei zwei gezeigten Figuren:
Stufe 1: Figuren in den beiden längeren Farben Stufe 2: Figuren in den beiden kürzeren Farben
Bei drei gezeigten Figuren:
Stufe 1: Die Figur fehlt in der kürzesten Farbe Stufe 2: Die Figur fehlt in der zweitkürzesten Farbe Stufe 3: Die Figur fehlt in der zweitlängsten Farbe Stufe 4: Die Figur fehlt in der längsten Farbe
Auch hier bei zwei gleich langen Farben: Zuerst die untere Farbe zeigen.
Kontriert der Gegner ein Relais des Fragenden, lizitiert der Antwortende wie ohne Kontra“ weiter, wenn er das Ass oder mindestens den König zu zweit in der kontrierten Farbe hat, wobei „Rekontra“ die erste Stufe ist. Andernfalls wartet er Partners „Rekontra“ ab und bietet dann seine Antworten. Bietet der Gegner hingegen nach einem Relais eine Farbe, zeigt „pass“ die erste Stufe (Partners „Kontra“ ist dann strafend, die erste Farbstufe wieder Relais), „Kontra“ ist Strafvorschlag (bietet der abfragende Partner die nächste Stufe ist dies Relais, der Partner soll also sein Blatt weiter beschreiben), die nächstmögliche Ansage zeigt die zweite Stufe der Antworten auf das Relais und so weiter. Kontriert der Gegner eine Antwort auf ein Relais, so ersetzt „pass“ des Fragenden sein „Relais“ (der Antwortende rekontriert, wenn er vorschlagen will, dass dies gespielt wird (der abfragende Spieler passt oder geht mit der Ansage der nächsten Stufe in die Relaissequenz zurück), ansonsten bietet er ganz normal in Stufen und zeigt so sein Blatt), „Rekontra“ des abfragenden Spielers ist zum spielen. Bietet der Gegner nach einer Antwort innerhalb der Relais-Sequenzen, ersetzt „pass“ des Fragenden das Relais, „Kontra“ ist demgegenüber strafend. Kontriert nun der antwortende Spieler, schlägt er ein Strafkontra vor (der fragende Spieler passt oder bietet die nächste Stufe, um wieder in die Relaissequenz zu kommen), ansonsten zeigt er seine weitere Verteilung respektive seine Schlüsselkarten.
Das Folgelizit nach “1 § - 2 NT“: Die Ansage von „1 § - 2 NT“ wird unter folgenden Voraussetzungen gemacht: à 4-1-4-4 oder 4-4-1-4, rotes Singleton à 12+ HP Mit dem Relais von „3 ©“ kann nun der Singleton erfragt werden, welcher (wie immer in unserem System) von unten gezeigt wird:
Kennt man die exakte Verteilung, ist das Relais As-Frage (das nachfolgende Relais ist Königsfrage, danach folgt die Damenfrage). Dabei werden jeweils nur die 4 Karten abgefragt, dies nach dem Schema Crash (Colour-Rank-And-SChape): Wenn die erste Frage auf Stufe 2, 3 oder 4 erfolgt:
Crash Stufe 1: 1 oder 4 Asse Crash Stufe 2: 0 oder 3 Asse Crash Stufe 3: 2 Asse der gleichen Farbe (rot oder schwarz) Crash Stufe 4: 2 Asse des gleichen Ranges, also in den Edel- oder in den Unterfarben Crash Stufe 5: 2 Asse ungleicher Farbe/ungleichen Ranges, also ª und ¨ oder © und §
Analog geht es nach dem nächsten Relais mit den Königen und später den Damen weiter. Die Ansage des vollen Spiels in der Trumpffarbe respektive einer Farbe, in welcher der Partner 4+ Karten gezeigt hat, ist nie Relais (dann ist die nächst höhere Ansage Relais).
Wenn die zweite oder dritte Frage mit „5 ♣“ oder höher gemacht wird:
Crash Stufe 1: 0 oder 3 Könige (Damen) Crash Stufe 2: 1 oder 4 Könige (Damen) Crash Stufe 3: 2 Könige (Damen) der gleichen Farbe (rot oder schwarz) Crash Stufe 4: 2 Könige (Damen) des gleichen Ranges, also in den Edel- oder in den Unterfarben Crash Stufe 5: 2 Könige (Damen) ungleicher Farbe/ungleichen Ranges, also ª und ¨ oder © und §
Wenn die erste Frage auf Stufe „4 NT“ erfolgt:
Crash Stufe 1: 1 oder 4 Asse Crash Stufe 2: 0 oder 3 Asse Crash Stufe 3: 2 Asse
Wenn die erste Frage auf Stufe „5 ♣ “ oder höher erfolgt:
Crash Stufe 1: 0 oder 3 Asse Crash Stufe 2: 1 oder 4 Asse Crash Stufe 3: 2 Asse
Hat der Antwortende eine Figur gezeigt, kann man abklären, in welcher Farbe diese Figur ist. Statt der ersten Relaisfarbe lizitiert man einfach die nächst höhere Farbe (oder Ohne), welche nicht Trumpf sein kann (man also nicht 4+ Karten gezeigt hat). Die Antworten sind wie folgt:
Bei einer gezeigten Figur:
Stufe 1: Figur in der längsten Farbe (bei zwei gleich langen: In der unteren Farbe) Stufe 2: Figur in der zweitlängsten Farbe Stufe 3: Figur in der zweitkürzesten Farbe Stufe 4: Figur in der kürzesten Farbe
Bei zwei gezeigten Figuren:
Stufe 1: Figuren in den beiden längeren Farben Stufe 2: Figuren in den beiden kürzeren Farben
Bei drei gezeigten Figuren:
Stufe 1: Die Figur fehlt in der kürzesten Farbe Stufe 2: Die Figur fehlt in der zweitkürzesten Farbe Stufe 3: Die Figur fehlt in der zweitlängsten Farbe Stufe 4: Die Figur fehlt in der längsten Farbe
Auch hier bei zwei gleich langen Farben: Zuerst die untere Farbe zeigen.
Kontriert der Gegner ein Relais des Fragenden, lizitiert der Antwortende wie ohne Kontra“ weiter, wenn er das Ass oder mindestens den König zu zweit in der kontrierten Farbe hat, wobei „Rekontra“ die erste Stufe ist. Andernfalls wartet er Partners „Rekontra“ ab und bietet dann seine Antworten. Bietet der Gegner hingegen nach einem Relais eine Farbe, zeigt „pass“ die erste Stufe (Partners „Kontra“ ist dann strafend, die erste Farbstufe wieder Relais), „Kontra“ ist Strafvorschlag (bietet der abfragende Partner die nächste Stufe ist dies Relais, der Partner soll also sein Blatt weiter beschreiben), die nächstmögliche Ansage zeigt die zweite Stufe der Antworten auf das Relais und so weiter. Kontriert der Gegner eine Antwort auf ein Relais, so ersetzt „pass“ des Fragenden sein „Relais“ (der Antwortende rekontriert, wenn er vorschlagen will, dass dies gespielt wird (der abfragende Spieler passt oder geht mit der Ansage der nächsten Stufe in die Relaissequenz zurück), ansonsten bietet er ganz normal in Stufen und zeigt so sein Blatt), „Rekontra“ des abfragenden Spielers ist zum spielen. Bietet der Gegner nach einer Antwort innerhalb der Relais-Sequenzen, ersetzt „pass“ des Fragenden das Relais, „Kontra“ ist demgegenüber strafend. Kontriert nun der antwortende Spieler, schlägt er ein Strafkontra vor (der fragende Spieler passt oder bietet die nächste Stufe, um wieder in die Relaissequenz zu kommen), ansonsten zeigt er seine weitere Verteilung respektive seine Schlüsselkarten.
Das Folgelizit nach “1 § - 3 §“: Die Ansage von „1 § - 3 §“ wird unter folgenden Voraussetzungen gemacht: à 4-1-4-4 oder 4-4-1-4, schwarzes Singleton à 8-11 (schlechte 12) HP Beispiel eines Lizits „1 § - 3 §“: ª 4 / © AJ97 / ¨ J432 / § Q962 Etwas aggressiv zwar, aber wie soll man dieses Blatt sonst mit einer Ansage beschreiben? Mit dem Relais von „3 ¨“ kann nun der Singleton erfragt werden, welcher (wie immer in unserem System) von unten gezeigt wird:
Kennt man die exakte Verteilung, ist das Relais As-Frage (das nachfolgende Relais ist Königsfrage, danach folgt die Damenfrage). Dabei werden jeweils nur die 4 Karten abgefragt, dies nach dem Schema Crash (Colour-Rank-And-SChape): Wenn die erste Frage auf Stufe 2, 3 oder 4 erfolgt: Crash Stufe 1: 1 oder 4 Asse Crash Stufe 2: 0 oder 3 Asse Crash Stufe 3: 2 Asse der gleichen Farbe (rot oder schwarz) Crash Stufe 4: 2 Asse des gleichen Ranges, also in den Edel- oder in den Unterfarben Crash Stufe 5: 2 Asse ungleicher Farbe/ungleichen Ranges, also ª und ¨ oder © und §
Analog geht es nach dem nächsten Relais mit den Königen und später den Damen weiter. Die Ansage des vollen Spiels in der Trumpffarbe respektive einer Farbe, in welcher der Partner 4+ Karten gezeigt hat, ist nie Relais (dann ist die nächst höhere Ansage Relais).
Wenn die zweite oder dritte Frage mit „5 ♣“ oder höher gemacht wird:
Crash Stufe 1: 0 oder 3 Könige (Damen) Crash Stufe 2: 1 oder 4 Könige (Damen) Crash Stufe 3: 2 Könige (Damen) der gleichen Farbe (rot oder schwarz) Crash Stufe 4: 2 Könige (Damen) des gleichen Ranges, also in den Edel- oder in den Unterfarben Crash Stufe 5: 2 Könige (Damen) ungleicher Farbe/ungleichen Ranges, also ª und ¨ oder © und §
Wenn die erste Frage auf Stufe „4 NT“ erfolgt:
Crash Stufe 1: 1 oder 4 Asse Crash Stufe 2: 0 oder 3 Asse Crash Stufe 3: 2 Asse
Wenn die erste Frage auf Stufe „5 ♣ “ oder höher erfolgt:
Crash Stufe 1: 0 oder 3 Asse Crash Stufe 2: 1 oder 4 Asse Crash Stufe 3: 2 Asse
Hat der Antwortende eine Figur gezeigt, kann man abklären, in welcher Farbe diese Figur ist. Statt der ersten Relaisfarbe lizitiert man einfach die nächst höhere Farbe (oder Ohne), welche nicht Trumpf sein kann (man also nicht 4+ Karten gezeigt hat). Die Antworten sind wie folgt:
Bei einer gezeigten Figur:
Stufe 1: Figur in der längsten Farbe (bei zwei gleich langen: In der unteren Farbe) Stufe 2: Figur in der zweitlängsten Farbe Stufe 3: Figur in der zweitkürzesten Farbe Stufe 4: Figur in der kürzesten Farbe
Bei zwei gezeigten Figuren:
Stufe 1: Figuren in den beiden längeren Farben Stufe 2: Figuren in den beiden kürzeren Farben
Bei drei gezeigten Figuren:
Stufe 1: Die Figur fehlt in der kürzesten Farbe Stufe 2: Die Figur fehlt in der zweitkürzesten Farbe Stufe 3: Die Figur fehlt in der zweitlängsten Farbe Stufe 4: Die Figur fehlt in der längsten Farbe
Auch hier bei zwei gleich langen Farben: Zuerst die untere Farbe zeigen.
Kontriert der Gegner ein Relais des Fragenden, lizitiert der Antwortende wie ohne Kontra“ weiter, wenn er das Ass oder mindestens den König zu zweit in der kontrierten Farbe hat, wobei „Rekontra“ die erste Stufe ist. Andernfalls wartet er Partners „Rekontra“ ab und bietet dann seine Antworten. Bietet der Gegner hingegen nach einem Relais eine Farbe, zeigt „pass“ die erste Stufe (Partners „Kontra“ ist dann strafend, die erste Farbstufe wieder Relais), „Kontra“ ist Strafvorschlag (bietet der abfragende Partner die nächste Stufe ist dies Relais, der Partner soll also sein Blatt weiter beschreiben), die nächstmögliche Ansage zeigt die zweite Stufe der Antworten auf das Relais und so weiter. Kontriert der Gegner eine Antwort auf ein Relais, so ersetzt „pass“ des Fragenden sein „Relais“ (der Antwortende rekontriert, wenn er vorschlagen will, dass dies gespielt wird (der abfragende Spieler passt oder geht mit der Ansage der nächsten Stufe in die Relaissequenz zurück), ansonsten bietet er ganz normal in Stufen und zeigt so sein Blatt), „Rekontra“ des abfragenden Spielers ist zum spielen. Bietet der Gegner nach einer Antwort innerhalb der Relais-Sequenzen, ersetzt „pass“ des Fragenden das Relais, „Kontra“ ist demgegenüber strafend. Kontriert nun der antwortende Spieler, schlägt er ein Strafkontra vor (der fragende Spieler passt oder bietet die nächste Stufe, um wieder in die Relaissequenz zu kommen), ansonsten zeigt er seine weitere Verteilung respektive seine Schlüsselkarten.
Das Folgelizit nach “1 § - 3 ¨“: Die Ansage von „1 § - 3 ¨“ wird unter folgenden Voraussetzungen gemacht: à 4-1-4-4 oder 4-4-1-4, rotes Singleton à 8-11 (schlechte 12) HP Beispiel eines Lizits „1 § - 3 ¨“: ª J1074 / © 2 / ¨ A987 / § AQ96 Durch diese Konvention ist der Eröffner oft sofort richtig positioniert. Nehmen wir folgendes Beispiel: Sie halten ª KQJ65 / © AJ8 / ¨ KQ / § K108 und der Partner bietet nach „1 §“ nun „3 ¨“, sehen sie - da sie einerseits verlorene Werte in beiden möglichen Singletonfarben haben, andererseits mutmasslich zwei Asse fehlen dürften (abklärbar mit „Crash“ - sofort, dass es nur noch einen Kontrakt gibt: „4 ª“. Anders sieht es beispielsweise aus, wenn Sie ª AKQ876 / © 976 / ¨ AQ43 / § - besitzen: Nach „1 § - 3 ¨“ ist das Potential riesig, wenn der Antwortende Singleton © hat, besitzt er gar noch den ¨ König, ist „6 ª“ unschlagbar. Mit dem Relais von „3 ©“ kann nun der Singleton erfragt werden, welcher (wie immer in unserem System) von unten gezeigt wird:
Kennt man die exakte Verteilung, ist das Relais As-Frage (das nachfolgende Relais ist Königsfrage, danach folgt die Damenfrage). Dabei werden jeweils nur die 4 Karten abgefragt, dies nach dem Schema Crash (Colour-Rank-And-SChape): Wenn die erste Frage auf Stufe 2, 3 oder 4 erfolgt: Crash Stufe 1: 1 oder 4 Asse Crash Stufe 2: 0 oder 3 Asse Crash Stufe 3: 2 Asse der gleichen Farbe (rot oder schwarz) Crash Stufe 4: 2 Asse des gleichen Ranges, also in den Edel- oder in den Unterfarben Crash Stufe 5: 2 Asse ungleicher Farbe/ungleichen Ranges, also ª und ¨ oder © und §
Analog geht es nach dem nächsten Relais mit den Königen und später den Damen weiter. Die Ansage des vollen Spiels in der Trumpffarbe respektive einer Farbe, in welcher der Partner 4+ Karten gezeigt hat, ist nie Relais (dann ist die nächst höhere Ansage Relais).
Wenn die zweite oder dritte Frage mit „5 ♣“ oder höher gemacht wird:
Crash Stufe 1: 0 oder 3 Könige (Damen) Crash Stufe 2: 1 oder 4 Könige (Damen) Crash Stufe 3: 2 Könige (Damen) der gleichen Farbe (rot oder schwarz) Crash Stufe 4: 2 Könige (Damen) des gleichen Ranges, also in den Edel- oder in den Unterfarben Crash Stufe 5: 2 Könige (Damen) ungleicher Farbe/ungleichen Ranges, also ª und ¨ oder © und §
Wenn die erste Frage auf Stufe „4 NT“ erfolgt:
Crash Stufe 1: 1 oder 4 Asse Crash Stufe 2: 0 oder 3 Asse Crash Stufe 3: 2 Asse
Wenn die erste Frage auf Stufe „5 ♣ “ oder höher erfolgt:
Crash Stufe 1: 0 oder 3 Asse Crash Stufe 2: 1 oder 4 Asse Crash Stufe 3: 2 Asse
Hat der Antwortende eine Figur gezeigt, kann man abklären, in welcher Farbe diese Figur ist. Statt der ersten Relaisfarbe lizitiert man einfach die nächst höhere Farbe (oder Ohne), welche nicht Trumpf sein kann (man also nicht 4+ Karten gezeigt hat). Die Antworten sind wie folgt:
Bei einer gezeigten Figur:
Stufe 1: Figur in der längsten Farbe (bei zwei gleich langen: In der unteren Farbe) Stufe 2: Figur in der zweitlängsten Farbe Stufe 3: Figur in der zweitkürzesten Farbe Stufe 4: Figur in der kürzesten Farbe
Bei zwei gezeigten Figuren:
Stufe 1: Figuren in den beiden längeren Farben Stufe 2: Figuren in den beiden kürzeren Farben
Bei drei gezeigten Figuren:
Stufe 1: Die Figur fehlt in der kürzesten Farbe Stufe 2: Die Figur fehlt in der zweitkürzesten Farbe Stufe 3: Die Figur fehlt in der zweitlängsten Farbe Stufe 4: Die Figur fehlt in der längsten Farbe
Auch hier bei zwei gleich langen Farben: Zuerst die untere Farbe zeigen.
Kontriert der Gegner ein Relais des Fragenden, lizitiert der Antwortende wie ohne Kontra“ weiter, wenn er das Ass oder mindestens den König zu zweit in der kontrierten Farbe hat, wobei „Rekontra“ die erste Stufe ist. Andernfalls wartet er Partners „Rekontra“ ab und bietet dann seine Antworten. Bietet der Gegner hingegen nach einem Relais eine Farbe, zeigt „pass“ die erste Stufe (Partners „Kontra“ ist dann strafend, die erste Farbstufe wieder Relais), „Kontra“ ist Strafvorschlag (bietet der abfragende Partner die nächste Stufe ist dies Relais, der Partner soll also sein Blatt weiter beschreiben), die nächstmögliche Ansage zeigt die zweite Stufe der Antworten auf das Relais und so weiter. Kontriert der Gegner eine Antwort auf ein Relais, so ersetzt „pass“ des Fragenden sein „Relais“ (der Antwortende rekontriert, wenn er vorschlagen will, dass dies gespielt wird (der abfragende Spieler passt oder geht mit der Ansage der nächsten Stufe in die Relaissequenz zurück), ansonsten bietet er ganz normal in Stufen und zeigt so sein Blatt), „Rekontra“ des abfragenden Spielers ist zum spielen. Bietet der Gegner nach einer Antwort innerhalb der Relais-Sequenzen, ersetzt „pass“ des Fragenden das Relais, „Kontra“ ist demgegenüber strafend. Kontriert nun der antwortende Spieler, schlägt er ein Strafkontra vor (der fragende Spieler passt oder bietet die nächste Stufe, um wieder in die Relaissequenz zu kommen), ansonsten zeigt er seine weitere Verteilung respektive seine Schlüsselkarten. Das Folgelizit nach “1 § - 3 ©“: Die Ansage von „1 § - 3 ♥“ wird unter folgenden Voraussetzungen gemacht: à Stehende 7er-Farbe, mindestens mit AKQ à Nebenwerte möglich Beispiel: ª 1092 / © AKQJ432 / ¨ 5 / § J2 „3 NT“ ist natürlich/zum spielen – man beachte, es spielt die richtige Hand. Mit Zusatzwerten kann der Antwortende mit einem Cue-bid fortfahren. „3 ♠“ des Eröffners ist hingegen ein Relais, welcher nach Kontrollen ausserhalb der stehenden Farbe (welche der Eröffner mit Sicherheit kennt) fragt:
Danach sind neue Farben – es sei denn die stehende Farbe des Antwortenden – Cue-bid. Kann der Eröffner aufgrund seines Blattes tatsächlich nicht heraus finden, welche Farbe der Antwortende hat, kann er dies mit „4 ♣“ erfragen:
Danach hat der Eröffner die Möglichkeit, eine Cue-bid-Sequenz einzuleiten. Lizitiert der Eröffner nach „1 § - 3 ♥“ nun direkt oder verzögert „5 NT“, so will er den grossen Schlemm spielen, sofern der Antwortende eine sehr schöne Farbe (AKQJ109x) hat. Das Folgelizit nach “1 § - 3 ª“: Die Ansage von „1 § - 3 ª“ wird unter folgenden Voraussetzungen gemacht: à Stehende 8er-Farbe, mindestens mit AKQ à Nebenwerte möglich Beispiel: ª 102 / © AKQ87432 / ¨ 5 / § J2 „3 NT“ ist natürlich/zum spielen – man beachte, es spielt die richtige Hand. Mit Zusatzwerten kann der Antwortende mit einem Cue-bid fortfahren. „4 §“ des Eröffners ist hingegen ein Relais, welcher nach Kontrollen ausserhalb der stehenden Farbe (welche der Eröffner mit Sicherheit kennt) fragt:
Danach sind neue Farben – es sei denn die stehende Farbe des Antwortenden – Cue-bid. Kann der Eröffner aufgrund seines Blattes tatsächlich nicht heraus finden, welche Farbe der Antwortende hat, kann er dies mit „4 ¨“ erfragen:
Danach hat der Eröffner die Möglichkeit, Cue-bids einzusetzen. Lizitiert der Eröffner nach „1 § - 3 ª“ nun direkt oder verzögert „5 NT“, so will er den grossen Schlemm spielen, sofern der Antwortende eine sehr schöne Farbe (AKQJ109xx) hat. Das Folgelizit nach “1 § - 3 NT“: Die Ansage von „1 § - 3 ª“ wird unter folgenden Voraussetzungen gemacht: à Stehende 9er-Farbe, mindestens mit AKQ à Nebenwerte möglich Beispiel: ª 10 / © AKQ987432 / ¨ 5 / § J2 „4 §“ des Eröffners ist ein Relais, welcher nach Kontrollen ausserhalb der stehenden Farbe (welche der Eröffner mit Sicherheit kennt) fragt:
Danach sind neue Farben – es sei denn die stehende Farbe des Antwortenden – Cue-bid. Kann der Eröffner aufgrund seines Blattes tatsächlich nicht heraus finden, welche Farbe der Antwortende hat, kann er dies mit „4 ¨“ erfragen:
Danach hat der Eröffner die Möglichkeit, Cue-bid einzusetzen. Lizitiert der Eröffner nach „1 § - 3 NT“ nun direkt oder verzögert „5 NT“, so will er den grossen Schlemm spielen, sofern der Antwortende eine sehr schöne Farbe (AKQJ109xxx) hat. Das Folgelizit nach “1 § - 4 §“: Das weitere Lizit ist natürlich, „4 NT“ fragt die Figurenpunkte in ♣ ab („5 §“ zeigt 4 HP, „5 ¨“ 5 HP, „5 ©“ 6 HP (mit 7 HP in ♣ (respektive 3 Kontrollen) lizitiert man nach 1 § à „2 ♣“). Das Folgelizit nach “1 § - 4 ♦“: Das weitere Lizit ist natürlich, „4 NT“ fragt die Figurenpunkte in ♦ ab („5 §“ zeigt 4 HP, „5 ¨“ 5 HP, „5 ©“ 6 HP (mit 7 HP in ♦ (respektive 3 Kontrollen) lizitiert man nach 1 § à „2 ♦“). Das Folgelizit nach “1 § - 4 ©“: Das weitere Lizit ist natürlich, „4 NT“ fragt die Figurenpunkte in © ab („5 §“ zeigt 4 HP, „5 ¨“ 5 HP, „5 ©“ 6 HP (mit 7 HP in © (respektive 3 Kontrollen) lizitiert man nach 1 § à „1 ©“). Das Folgelizit nach “1 § - 4 ª“: Das weitere Lizit ist natürlich, „4 NT“ fragt die Figurenpunkte in ª ab („5 §“ zeigt 4 HP, „5 ¨“ 5 HP, „5 ©“ 6 HP (mit 7 HP in ª (respektive 3 Kontrollen) lizitiert man nach 1 § à „1 ª“). Das Folgelizit nach gegnerischen Interventionen nach “1 §“: Generelle Bemerkungen: Bevor man sich mit der Verteidigung gegen Interventionen nach der Eröffnung „1 §“ auseinandersetzt, muss man sich bewusst sein, wann und wieso und in welchem Stil Gegner gegen die Eröffnung „1 §“ intervenieren. Experten intervenieren, um uns den Austausch von Informationen zu erschweren und um sich andererseits Indikationen für eine Verteidigung oder ein Ausspiel zu geben. Weniger erfahrene Spieler intervenieren nur schon deshalb, weil sie sich von einem System, das sie nicht kennen, herausgefordert fühlen und daher glauben, Dinge tun zu müssen, die sie gegen ein natürliches System als zu riskant bezeichnen würden. Tendenziell ist es so, dass mit stärkeren Händen eher zuerst gepasst wird, während mit schwachen Blättern sofort interveniert wird. Dabei werden auch mit Blättern Interventionen gemacht, mit welchen gegen eine natürliche Eröffnung „1 §“ gepasst wird. Es werden 4er-Farben oder schlechte 5er-Farben eingeführt, teilweise wird gar mit ungenügenden 5er-Farben gesprungen. Wird nach „1 §“ gepasst und später interveniert, so sind die Interventionen in der Regel identisch wie gegen eine natürliche Eröffnung in der nun angesagten Farbe. Gegen diese Art von Interventionen schützen wir uns – soweit etwas nicht explizit anders im System dargestellt ist - genau gleich wie nach der natürlichen Eröffnung der Farbe. Anders verhält es sich nach „1 § - pass – 1 ¨“: Hier werden oft gleichartige Interventionen wie direkt gegen „1 §“ verwendet, weshalb man gegen diese Interventionen speziell vorbereitet sein muss. Und interveniert der Gegner nach einer positiven Ansage des Antwortenden, stellt sich die Situation nochmals anders dar, wobei wir hier schon die Manchestärke kennen. Grundsätzlich gibt es zwei Arten von Interventionen: Solche, bei denen sofort klar ist, was der Intervenierende hat (z.B. eine Farbe oder einen klar definierten Zweifärber), und solche, bei denen der Gegner entweder dieses oder jenes hat. Hier wird versucht, unpräzise Situationen zu schaffen, insbesondere die Möglichkeit des Lizits eines Cue-bids zu nehmen. Der Nachteil, den sich dies spielende Gegner einhandeln, ist, dass auch für den Partner des Intervenierenden unklar ist, wer nun was hat, so dass er kaum in der Lage ist, nun eine barragierende Ansage zu machen. So oder so muss aber festgestellt werden, dass die zweite Art der Interventionen häufiger ist. Gegen ein starkes §-System empfiehlt es sich, in irgendeiner Weise zumindest eine Edelfarbe auf der Stufe 1 zeigen zu können, um eine Indikation für das Ausspiel geben zu können. Für uns als Verwender des Systems „Zass“ hat dies – wie man weiter unten sieht - den Vorteil, dass wir sehr oft – und dies ist unsere unten dargestellte Verhaltensregel Nummer 1 - unser gewohntes System wie ohne Interventionen verwenden können. Insbesondere behält der Eröffner die Relaissequenzen, sofern der Antwortende eine Ansage ab 8 HP machen kann, die in ihrer Aussage identisch ist, wie wenn der Gegner nicht interveniert hätte. Unser Bestreben ist es also immer, so schnell wie möglich in unser gewohntes System ohne Intervention zurück zu kehren, ist dies nicht mehr möglich, lizitieren wir natürlich (Achtung: Davon gibt es Ausnahmen). Es ist sehr wichtig, das Lizit nach gegnerischen Interventionen zu beherrschen. Gerade weil die Gegner oft unbeherrscht/undiszipliniert intervenieren. Dies gilt es wenn möglich zu bestrafen – kontrierte gegnerische Kontrakte als sichere „Tops“. Um uns möglichst nicht stören zu lassen, orientieren wir uns an den nachfolgend dargestellten Verhaltensregeln. Verhaltensregel Nummer 1 Unser Bestreben ist es immer, so schnell wie möglich in unser gewohntes System ohne Intervention zurück zu kehren. Ist unsere Ansage identisch jener, welche wir auch ohne Intervention verwendet hätten, haben wir auch unsere Relaissequenzen weiterhin zur Verfügung; ebenso kann der Eröffner mit „pass“ in die Relais-Sequenzen einsteigen, wenn der Partner zum vollen Spiel forciert hat und der zweite Gegner ebenfalls (aber nicht höher als auf Stufe 2) spricht (“Kontra“ des Eröffners ist hier strafend). Bei gegnerischen Interventionen, welche den Einstieg in die Relaissequenzen verunmöglichen, wird das Lizit vollkommen natürlich. Wir versuchen also immer eine Ansage zu machen, welche wir auch ohne die Intervention gemacht hätten. Voraussetzung ist, dass der Gegner so interveniert hat, dass unsere Ansage noch möglich ist. Nach 1 ♣ / Kontra interessiert es uns für unser weiteres Lizit nicht, was die Bedeutung ist. Alle unsere Ansagen und das Folgelizit bleiben unverändert, neu ist nur, dass „1 ♦“ nun 8+ HP und 5+ Karten in ♦ zeigt, „2 ♦“ hingegen 4-7 HP und eine 6er-♦. Nach 1 ♣ / Kontra / 1 ♦ ist „1 ♥“ Relais und das Lizit ist wie nach „1 ♦ - 1 ♥“. „Ohne-Gebote“, welche ausgeglichen verteilte Hände zeigen, sind identisch wie ohne Intervention (zeigen aber mindestens einen Stopper in der/den Gegnerfarbe(n), will der Eröffner später den Stopper erfragen, steigt er aus der Relaissequenz aus und fragt mit Cue-bid den Stopper ab (respektive bei zwei fehlenden Farben zeigt der Cue-bid den Stopper und erfragt ihn in der anderen Farbe). „Pass“ zeigt 0-4 HP, Rekontra 5-7 HP. Nach 1 ♣ / 1 ♦ interessiert es uns für unser weiteres Lizit nicht, was die Bedeutung ist. Alle unsere Ansagen und das Folgelizit bleiben unverändert. „Ohne-Gebote“, welche ausgeglichen verteilte Hände zeigen, sind identisch wie ohne Intervention, will der Eröffner später den Stopper erfragen, steigt er aus der Relaissequenz aus und fragt mit Cue-bid den Stopper ab (respektive bei zwei fehlenden Farben zeigt der Cue-bid den Stopper und erfragt ihn in der anderen Farbe). „Pass“ zeigt 0-4 HP (oder aber ein Strafkontra, falls die Interventionsfarbe echt ist), Kontra 5-7 HP. Verhaltensregel Nummer 2 Wichtig ist, dass man nach Interventionen sehr schnell weiss, wie stark der Partner ist. Dabei kennen wir gegen Interventionen der Stufen 1 und 2 (also bis und mit „2 ♠“ des Gegners) drei Zonen: à 0-4 Punkte à wir passen (auch mit 5 HP und vollkommen flacher Verteilung) à 5-7(8) Punkte à Kontra/Rekontra (also Händen, mit denen das volle Spiel nicht garantiert scheint) à (8)9+ Punkte à die sonst übliche Ansage (was das volle Spiel garantiert, sofern möglich steigen wir in die Relaissequenzen ein). Um das „Memorieren“ zu vereinfachen, verhalten wir uns nach diesem Schema bei allen unseren Schutzaktionen gegen Interventionen mit „Kontra“ oder auf den Stufen 1 und 2. - pass: 0-4(5) HP oder aber ein Strafkontra gegen die Interventionsfarbe (der Eröffner wird mit Kürze kontrieren) - Kontra/Rekontra: Negativ, 5-7(8) HP, egal ob ausgeglichen verteilt oder nicht (mit einer absolut flachen Hand un 5 HP passt man, da bei 4/3/3/3 ein HP abzuziehen ist) - Weitere Ansagen: Wie ohne Intervention (auch „Ohne-Gebote sofern möglich; intervenierte der Gegner auf Stufe 2, zeigt „2 NT“ 8+ HP, ein ausgeglichen verteiltes Blatt und Stopper in der Gegnerfarbe à danach ist „3 ♣“ „Baron“ (fragt als ökonomisch nach 4er-Farben), „3 ♦“, „3 ♥“ und „3 ♠“ sind natürliche Ansagen (5+ Karten). Bei Farbinterventionen der Stufe 3 kann bis 7 HP gepasst werden. Gegen Interventionen der Stufe 3 zeigt „Kontra“ 7+ HP mit oder ohne Stopper respektive (Achtung: das „Kontra“ ist strafend, wenn wir ungefährlich und der Gegner gefährlich ist), „3 NT“ zum spielen (mit genügend Zusatzstärke muss der Eröffner also allenfalls weiter gehen). Nach Farbinterventionen sind Sprünge in eine neue Farbe (ab „2 ♠“) immer wie die Ansagen ohne Intervention (Verhaltensregel 1). Insbesondere bei gegnerischem Lizit von „1 ♦“ sind wir praktisch ungestört, abgesehen von „pass“, „Kontra“ und Überruf einer definierten Farbe sind alle Ansagen identisch wie wenn der Gegner nicht interveniert hätte. Verhaltensregel Nummer 3 Hat der Antwortende nach der gegnerischen Intervention mit einem „Kontra“ mit einem “Rekontra“ 5-8 HP, aber keine Farbe gezeigt und barragiert nun der zweite Gegner, so hat der Eröffner folgende Ansagen: „Pass“ verlangt Partners Kontra (was später gepasst werden kann, lizitiert der Eröffner später eine Farbe, ist dies natürlich und er hat einen Zweifärber), die Ansage einer Farbe ist natürlich und zeigt einen Einfärber), Kontra zeigt ein offensives Blatt (kann aber vom Partner in ein Strafkontra verwandelt werden). Hat der Antwortende nach der gegnerischen Intervention aber eine positive Ansage mit mehr als 8 HP gemacht und barragiert nun der zweite Gegner auf Stufe 2, so hat der Eröffner folgende Ansagen: „Pass“ ist Relais-Trigger, es starten also unsere Relaisansagen (Kontra = Strafvorschlag), die Ansage einer Farbe ist natürlich (5+ Karten), Kontra ist Strafe und die Ansage der Partnerfarbe ist natürlich und verlangt Cue-bids. Hat der Antwortende nach der gegnerischen Intervention aber eine positive Ansage mit mehr als 8 HP gemacht und barragiert nun der zweite Gegner auf Stufe 3 oder 4, so hat der Eröffner folgende Ansagen: „Pass“ verlangt Partners Kontra (was später gepasst werden kann, lizitiert der Eröffner später eine Farbe, ist dies natürlich und er hat einen Zweifärber), die Ansage einer Farbe ist natürlich und zeigt einen Einfärber, Kontra zeigt ein offensives Blatt (kann aber vom Partner in ein Strafkontra verwandelt werden), die Ansage der Partnerfarbe leitet eine Cue-bid-Sequenz ein. Verhaltensregel Nummer 4 Interveniert der Gegner mit „1 ♥“ oder höher und kennen wir eine Farbe eines Gegners mit Bestimmtheit (und zwar bei einem Einfärber oder einem Zweifärber mit einer definierten Farbe), so zeigt die Ansage dieser Farbe ohne Sprung (8)9+ HP und ein ausgeglichen verteiltes Blatt ohne Stopper, „1 NT“ zeigt Stopper (2 ♣“ ist Relais), muss man hierfür „2 NT“ bieten ist „3 ♣“ Baron; soweit möglich setzen wir ansonsten unsere Ansagen ohne Intervention ein (und es folgen unsere Relaissequenzen). Den direkten Cue-bid kann man auch verwenden, wenn man Ax oder Axx in der gegnerischen Farbe hat und möchte, dass der Partner allenfalls „Ohne“ bieten kann. Mit „3 NT“ zeigt danach der Eröffner Minimum mit Stopper in der Gegnerfarbe und ohne weiteres Interesse; „2 NT“ ist „Baron“ (mit oder ohne Stopper), verlangt weiter vom Partner die Ansage von 4er-Farben in ökonomischer Weise. Wenn immer möglich machen wir unsere natürlichen Ansagen wie ohne Intervention und kehren in unsere Relaissequenzen zurück. Verhaltensregel Nummer 5 Interveniert der Gegner mit „1 ♥“ oder höher und kennen wir zwei Farben des Gegners mit Bestimmtheit, so zeigt die Ansage einer dieser Farbe hier einen Stopper (und (8)9+ HP) und verneint einen Stopper in der anderen Farbe. Mit „3 NT“ zeigt danach der Eröffner Minimum mit Stopper in der vom Partner nicht gestoppten Gegnerfarbe, „2 NT“ ist Baron (mit oder ohne Stopper), verlangt also vom Partner ein natürliches Lizit (4er-Farben ökonomisch zeigen). Wenn immer möglich machen wir unsere natürlichen Ansagen (z.B. „1 NT“) wie ohne Intervention und kehren in unsere Relaissequenzen (nach „1 NT“ mit „2 ♣“) zurück. Verhaltensregel Nummer 6 Ist keine Farbe klar definiert, so schenken wir der Intervention keine Beachtung (der Eröffner wendet Verhaltensregel 1 an) oder warten ab, bis der Gegner die Farbe(n) bestimmt hat und lizitieren dann so weiter, als hätten wir die Farbe (respektive die Farben) sofort gekannt. Auch die 4-4-4-1-Blätter werden hier so lizitiert, wie wenn der Gegner nicht interveniert hätte (sofern die Ansage wegen der Höhe der Intervention nicht natürlich sein muss). Verhaltensregel Nummer 7 Nach Partners „pass“ ist „Kontra“ des Eröffners negativ. Hat hingegen der zweite Gegner eine weitere Farbe eingeführt, ist „Kontra“ strafend. Hat der Antwortende zuerst kontriert und bietet der zweite Gegner nun eine Farbe, ist des Eröffners „Kontra“ negativ. Alle später folgende Kontras sind strafend. Dies gilt insbesondere auch dann, wenn der Antwortende das negative Kontra des Eröffners gepasst und damit in ein Strafkontra verwandelt hat (und er zweite Gegner nun rausgelaufen ist). Hat der Antwortende nach „1 §“ eine positive Ansage (z.B. „1 NT“) verwendet und interveniert der Gegner nun, ist „pass“ Relais-Trigger, daher ist „Kontra“ des Eröffners strafend. Der Gegner lizitiert nach „1 §“ à „Kontra“: Der Bedeutung des Kontras messen wir vom Grundsatz her mal keine Bedeutung bei. Wir verwenden unsere drei Stärkezonen: à pass zeigt 0-4 HP (5 HP bei flacher 4/3/3/3 Hand) à Rekontra zeigt 5-7(8) HP, tendenziell ausgeglichen à Alle anderen Ansagen sind identisch wie ohne gegnerisches Kontra (also auch Sprünge auf die Stufen 2, 3 und 4, also beispielsweise „3 §“ zeigt 1-4-4-4 oder 4-4-4-1 und 8-11(12) HP (etc.). Einzig der Cue-bid mit Sprung in einer durch das Kontra bekannten Farbe hat eine besondere Bedeutung (Verhaltensregeln 4 und 5)
Nach 1 ♣ / Kontra interessiert es uns für unser weiteres Lizit nicht, was die Bedeutung ist. Alle unsere Ansagen und das Folgelizit bleiben unverändert, neu ist nur, dass „1 ♦“ nun 8+ HP und 5+ Karten in ♦ zeigt, „2 ♦“ hingegen 4-7 HP und eine 6er-♦. Nach 1 ♣ / Konta / 1 ♦ ist „1 ♥“ Relais und das Lizit ist wie nach „1 ♦ - 1 ♥“. „Ohne-Gebote“, welche ausgeglichen verteilte Hände zeigen, sind identisch wie ohne Intervention (zeigen aber Stopper), will der Eröffner später zusätzlichen Stopper erfragen, steigt er aus der Relaissequenz aus und fragt mit Cue-bid den Stopper ab (respektive bei zwei fehlenden Farben zeigt der Cue-bid den Stopper und erfragt ihn in der anderen Farbe). „Pass“ zeigt 0-4 HP, Rekontra 5-7 HP. Gerade „Rekontra“ könnte die Vorbereitung eines lohnenden Geschäftes sein: Oft wird der zweite Gegner nun lizitieren, und wenn er dabei eine unserer Farben lizitiert, gilt es, ihn mit einem Strafkontra zu bestrafen. Dies gilt insbesondere bei nicht sehr erfahrenen Spielern, welche das Kontra gegen „1 §“ als Informationskontra spielen. Doch schauen wir uns das Folgelizit im Detail an:
Der Gegner lizitiert nach „1 §“ à „1 in Farbe“: Grundsätzlich gilt: à „Pass“ signalisiert entweder Schwäche (0-4(5) HP) oder den Willen, ein folgendes negatives Kontra des Eröffners in ein Strafkontra zu verwandeln. Mit „pass“ können auch „Bluffgebote“ aufgedeckt werden. à „Kontra“ zeigt 5-8 HP, meist ein eher ausgeglichenes Blatt (ist aber nicht zwingend); ist das Blatt unausgeglichen, zeigt dies die spätere Ansage einer neuen Farbe. à Eine Farbe ohne Sprung zeigt 8+ HP und mindestens 5 Karten in der angesagten Farbe (es folgt unser Relaislizit). Nach „1 ♣ / 1 ♦“ zeigt „1 ♥“ 5+ Karten in Pik und 8+ HP oder aber 15+ HP mit ausgeglichen verteiltem Blatt (mit oder ohne Stopper), „1 ♠“ zeigt 5+ Karten in Herz und 8+ HP. à „1 NT“ zeigt nach „1 ♦“ 8-14 HP, eine ausgeglichen verteiltes Blatt und mit einem Stopper in der gegnerischen Farbe, nach „1 ♥“ oder „1 ♠“ dasselbe, aber nach oben unlimitiert, da der Relais von „1 ♥“, welcher ungestört auch ausgeglichene Verteilungen ab 15 HP zeigt, nicht mehr möglich ist; „2 ♣“ ist nun Relais. à Ein „Cue-bid“ nach der Intervention „1 ♦“, „1 ♥“ oder „1 ♠“ zeigt ebenfalls ein ausgeglichen verteiltes Blatt mit 8+ HP, verneint aber einem Stopper in der gegnerischen Farbe. Werden mit der Ansage zwei klar definierte Farben gezeigt, so zeigt der Überruf 8+ HP und einen Stopper und verneint einen Stopper in der anderen Farbe. Nach einem Cue-bid auf der Stufe 1 ist „2 ♣“ Relais. Erfolgt der Cue-bid auf Stufe 2, ist „2 NT“ Baron, Farben sind natürlich, ein weiterer Cue-bid fragt nach einem halben Stopper. à Die restlichen Ansagen sind wie ohne Intervention und das Folgelizit ist identisch. Das anschliessende Folgelizit nach einer positiven Ansage (ab „1 ©“ aufwärts) entspricht jenem ohne Intervention. Also beispielsweise nach „1 NT“ ist „2 §“ des Eröffners „Relais“ u.s.w. Noch ein Hinweis: Nach Partners „pass“ ist „Kontra“ des Eröffners negativ. Hat hingegen der zweite Gegner eine weitere Farbe eingeführt, ist „Kontra“ strafend. Was für Bedeutungen kann Gegners „1 ¨“ haben:
Wenden wir uns der ©-Intervention zu: Was für Bedeutungen kann Gegners „1 ©“ haben:
Die Intervention auf Stufe „1 ♥“ hat zur Konsequenz, dass wir unser Lizit teilweise umstellen müssen.
Nach positiven Ansagen (also Ansagen mit 8+ HP) entwickelt sich das weitere Lizit genau gleich wie wenn der Gegner nicht „1 ©“ lizitiert hätte (es gibt also Relais).
Hat der Partner gepasst und der zweite Gegner eine weitere Farbe eingeführt, ist „Kontra“ des Eröffners strafend.
Hat der Partner gepasst und der zweite Gegner eine weitere Farbe eingeführt, ist „Kontra“ des Eröffners strafend.
Wenden wir uns der ª-Intervention zu: Was für Bedeutungen kann Gegners „1 ª“ haben:
Hat der Partner gepasst und der zweite Gegner eine weitere Farbe eingeführt, ist „Kontra“ des Eröffners strafend.
Hat der Partner gepasst und der zweite Gegner eine weitere Farbe eingeführt, ist „Kontra“ des Eröffners strafend.
Der Gegner lizitiert nach „1 §“ à „1 NT“: Was für Vereinbarungen über das „1 NT gegen 1 §“ gibt es: à „1 NT“ zeigt beide Unterfarben (Konventionen „Badger“, „Disco“ und „Mathe“). à „1 NT“ zeigt entweder die Edel- oder die Unterfarben. à „1 NT“ zeigt einen Zweifärber ª und ¨ (Konvention Truscott). à „1 NT“ zeigt ª und ¨ oder aber © und § (Konventionen Trap, Crahs und Modified Crash). „Pass“ zeigt 0-4(5) HP, Kontra 5-7(8) HP, eine Farbe ohne Sprung ist natürlich (5+ Karten, 8+ HP; eine neue Farbe des Eröffners ist dann natürlich, soweit noch möglich kehren wir in unser Relaissystem zurück), „2 NT“ zeigt 8+ HP und ein ausgeglichenes Blatt ohne 5er-Farbe („3 ♣“ ist nun Baron, die restlichen Farben sind natürlich). Ein Sprung in eine Farbe ist identisch der Bedeutung ohne Intervention; zeigte die gegnerische Intervention eine bestimmte Farbe, zeigt der Sprung in diese Farbe Singleton (mit 4-4-4-1 und 8+ HP), der Doppelsprung sogar Chicane (ebenfalls mit 8+ HP und Fit in allen Farben). Zeigt die Intervention „1 NT“ eine Farbe, so zeigt man mit dem Überruf dieser Farbe 8+ HP, ein ausgeglichen verteiltes Blatt ohne Stopper („2 NT“ ist nun Baron, restliche Farben sind natürlich). Werden mit der Ansage zwei klar definierte Farben gezeigt, so zeigt der Überruf ein ausgeglichen verteiltes Blatt mit 8+ HP und einen Stopper und verneint einen Stopper in der anderen Farbe („2 NT“ ist nun Baron, Farben sind natürlich). Sprünge und Doppelsprünge in die Gegnerfarbe(n) zeigen Singleton respektive Chicane. Oft spielen die Gegner die Intervention „1 NT“ mit den Unterfarben. Wie bereits erwähnt zeigt die Ansage einer Unterfarbe ein ausgeglichen verteiltes Blatt mit 8+ HP und Stopper in der genannten Farbe und verneint einen Stopper in der anderen Unterfarbe. Man kann diese Ansage auch dann machen, wenn man eine 4er-Edelfarbe hat (der Eröffner hat ja die Konvention Baron zu seiner Verfügung). Hat der Antwortende kontriert und lizitiert nun der zweite Gegner eine Farbe, ist „Kontra“ des Eröffners negativ. Möchte der Eröffner strafkontrieren, passt er, und der Antwortende wird mit einer Kürze in der gegnerischen Farbe aufkontrieren, was der Eröffner passen kann. Hat der Eröffner ein negatives „Kontra“ gemacht (und somit beide Spieler einmal kontriert) ist jedes weitere „Kontra“ auf beiden Seitens strafend. Der Gegner lizitiert „2 in Farbe“: Was für Konventionen gibt es hier: à Die Ansage ist natürlich und schwach. à Die Ansage zeigt entweder einen Dreifärber mit Singleton in der angesagten Farbe einen nebeneinander liegenden Zweifärber ohne die angesagte Farbe oder aber ist natürlich und schwach (Konvention Amsbury). à Die Ansage ist entweder natürlich (und schwach) oder zeigt einen Dreifärber mit der Kürze in der angesagten Farbe (Konventionen Panama und Trap). „Pass“ signalisiert Schwäche (0-4(5) HP), „Kontra“ zeigt ein Blatt mit 5-7(8) HP, eine Farbe ohne Sprung zeigt 8+ HP und mindestens 5 Karten in der angesagten Farbe (neu Farben sind nun natürlich, „2 NT“ Anfrage nach Verteilung), „2 NT“ zeigt 8+ HP und einen Stopper in der gegnerischen Farbe ( „3 ♣“ ist nun Baron, Farben sind natürlich), ein „Cue-bid“ zeigt ebenfalls (8)9+ HP und ein ausgeglichen verteiltes Blatt, verneint aber einen Stopper in der gegnerischen Farbe. „3 NT“ ist zum spielen. Werden mit der Ansage zwei klar definierte Farben gezeigt, so zeigt der Überruf ein ausgeglichen verteiltes Blatt mit (8)9+ HP und einen Stopper und verneint einen Stopper in der anderen Farbe. Das anschliessende Folgelizit entspricht soweit noch sinnvoll jenem ohne Intervention.
Bei der Konvention „Trap with Transfers“ zeigt „2 §“ einen Einfärber ¨ oder ª und ©. Bei solch unklaren Interventionen schenken wir diesen keine spezifische Beachtung. Bei der Konvention Truscott zeigt „2 §“ einen Zweifärber § und ¨; hier kann man den Stopper zeigen und damit einen Stopper in der anderen Farbe verneinen.
Nach positiven Ansagen ab 8+ HP entwickelt sich das weitere Lizit natürlich. „2 NT“ ist eine Art Baron, fragt also nach der weiteren Verteilung. Bei der Konvention „Trap with Transfers“ zeigt „2 ¨“ einen Einfärber © oder ª und §. Bei solch unklaren Interventionen schenken wir diesen keine spezifische Beachtung.
Bei der Konvention „Trap with Transfers“ zeigt „2 ©“ einen Einfärber ª oder § und ¨. Bei solch unklaren Interventionen schenken wir diesen keine spezifische Beachtung.
Bei der Konvention „Trap with Transfers“ zeigt „2 ª“ einen Einfärber § oder ¨ und ©. Bei solch unklaren Interventionen schenken wir diesen keine spezifische Beachtung. Der Gegner lizitiert „2 NT“: Bei der Konvention “Trap with Transfers“ zeigt die Ansage „2 NT“ einen Zweifärber © und §. Hier zeigt „pass“ 0-4(5) HP, „Kontra“ 5-7(8) HP, „3 ¨“ und „3 ª“ zeigen 5+ Karten und 8+ HP (nun sind neue Farben natürlich, Cue-bids zeigen Stopper und verneinen einen Stopper in der anderen Farbe (8+ HP). Zeigt die Intervention beide Unterfarben, zeigt das Gebot einer Unterfarbe Stopper und verneint ihn in der anderen Unterfarbe, die Ansage eine Edelfarbe ist natürlich und forcierend.
Der Gegner lizitiert nach „1 §“ à „3 in Farbe“: Ist die Ansage natürlich, verhalten wir uns wie folgt: à „Pass“ signalisiert Schwäche (0-6(7) HP) oder Interesse an einem Strafkontra à „Kontra“ zeigt ein ausgeglichen verteiltes Blatt mit 7+ HP mit oder ohne Stopper in der gegnerischen Farbe; Achtung: Sind wir ungefährlich und der Gegner gefährlich, ist das Kontra gegen eine Farbe auf der Stufe 3 ein „Strafkontra“! à Farbe ohne Sprung zeigt 8+ HP und mindestens 5 Karten in der angesagten Farbe, eine neue Farbe des Eröffners ist dann natürlich à „3 NT“ zeigt 8 bis schlechte 13 HP und mindestens einen Stopper in der gegnerischen Farbe à Cue-bid: 13+ HP, ausgeglichen mit oder ohne Stopper, allenfalls schlemmisch (4 NT ist Vorschlag zum spielen) à Farbe mit Sprung: Natürlich, nicht forcierend. Das anschliessende Folgelizit ist natürlich. Passt der Partner, muss der Eröffner mit Kürze in der Gegnerfarbe kontrieren, um es dem Partner zu ermöglichen, mit „pass“ ein Strafkontra zu platzieren. Ist die Ansage „Transfer“, verhalten wir uns wie folgt: à „Pass“ signalisiert Schwäche (0-6(7) HP) à „Kontra“ zeigt 8+ HP und 5+ Karten in der Transferfarbe (eine neue Farbe des Eröffners ist nun natürlich) à Ansage der gegnerischen Farbe auf Stufe 3: Ausgeglichen verteiltes Blatt mit 8-13 HP Ohne Stopper in der gegnerischen Farbe à Farbe ohne Sprung zeigt 8+ HP und mindestens 5 Karten in der angesagten Farbe, eine neue Farbe des Eröffners ist dann natürlich à „3 NT“ zeigt 8 bis schlechte 13 HP und mindestens einen Stopper in der gegnerischen Farbe à Cue-bid auf Stufe 4: 13+ HP, ausgeglichen mit oder ohne Stopper, allenfalls schlemmisch („4 NT“ ist nun ein Vorschlag zum spielen) à Farbe mit Sprung: Natürlich, nicht forcierend. Bei der Konvention “Trap with Transfers“ zeigt die Ansage „3 §“ einen Zweifärber ª und ¨. Hier zeigt Kontra 8+ HP und 5+ Karten in §, Cue-bids zeigen Stopper und fragen nach Stopper in der anderen Farbe (8+ HP). Der Gegner lizitiert „3 NT“: Pass zeigt wiederum 0-6 HP, „Kontra zeigt mindestens 8 HP, die Ansage „4 in einer Farbe“ ist Transfer.
Der Gegner lizitiert nach „1 §“ à „4 in Farbe“: „Kontra“ zeigt Werte (in der Regel mit dem Ziel Strafkontra). Ansagen sind natürlich und lang, in der Regel zu passen.
Der Gegner interveniert nach „1 § - 1 ¨“ von uns: Kontriert der Gegner nach „1 § - 1 ¨“, muss man wissen, was das Kontra bedeutet: Das gegnerische Kontra zeigt die ¨-Farbe: à pass: Minimum, ausgeglichen verteilt und Toleranz in ¨ à Rekontra: 20+ HP à 1 ©: Natürlich, 16-19 HP à 1 ª: Natürlich, 16-19 HP à 1 NT: 19-20 HP, Stopper ¨ à 2 §: Natürlich, 16-19 HP à Restliche Ansagen: Wie ohne gegnerisches Kontra
Das gegnerische Kontra ist negativ (Tendenz Edelfarben):
à pass: Minimum, ausgeglichen verteilt, meist 16-18 HP à Rekontra: 20+ HP à 1 ©: Natürlich, 16-19 HP à 1 ª: Natürlich, 16-19 HP à 1 NT: 19-20 HP, Stopper in den Edelfarben à 2 §: Natürlich, 16-19 HP à Restliche Ansagen: Wie ohne gegnerisches Kontra Lizitiert der Gegner nach „1 § - 1 ¨“ nun eine Edelfarbe auf Stufe 1, so zeigt „pass“ ein ausgeglichenes Blatt mit 16-18 HP (und in der Regel nur einem Stopper in der gegnerischen Farbe), „Kontra“ ist informativ, „1 NT“ zeigt 19-20 HP und ein ausgeglichen verteiltes Blatt. Die restlichen Ansagen bleiben unverändert. à pass: Minimum (16-18 HP, ausgeglichen verteilt, keine 5er-Edelfarbe) à Kontra: Informativ, nicht Minimum à 1 ª: Natürlich, 5+ ª-Karten à 1 NT: 19-20 HP, ausgeglichen verteilt à 2 §/¨/©: Natürlich, 5+ Karten à Cue-bid: Guter Zweifärber à 2 NT: 21-22 HP, ausgeglichen verteilt à Farbe mit Sprung: Sehr stark, natürlich, Mancheforcing à Cue-bid mit Sprung: Dreifärber, 20+ HP, Kürze in gegnerischer Farbe
Lizitiert der Gegner nach „1 § - 1 ¨“ nun eine Farbe auf Stufe 2, so verhalten wir uns vergleichbar: à pass: Minimum (16-18 HP, ausgeglichen verteilt, auf Stufe 3 kann man mit langweiligem Blatt auch bis 20 HP haben) à Kontra: Informativ, nicht Minimum à Neue Farbe: Natürlich, 5+ Karten à 2 NT: 19-20 HP, ausgeglichen verteilt à Cue-bid: Guter Zweifärber à Farbe mit Sprung: Sehr stark, natürlich, Mancheforcing à Cue-bid mit Sprung: Dreifärber, 20+ HP, Kürze in gegnerischer Farbe
Lizitiert der Gegner nach „1 § - 1 ¨“ nun eine Farbe auf Stufe 3 (oder höher), so verhalten wir uns vergleichbar: à pass: Nichts zu melden à Kontra: Strafkontra à Neue Farbe: Natürlich, (5)6+ Karten à Cue-bid: Guter Zweifärber à Cue-bid mit Sprung: Dreifärber, schlemmisch, kurz in gegnerischer Farbe
Lizitiert der Gegner nach „1 § - 1 ¨“ nun „1 NT“ (= Unterfarben), so verhalten wir uns wie folgt: à pass: Minimum (16-18 HP, ausgeglichen verteilt) à Kontra: Tendenz Strafkontra à 2 §: Ausgeglichene Verteilung, 8+ HP, Stopper ♣, kein Stopper ♦ à 2 ¨: Ausgeglichene Verteilung, 8+ HP, Stopper ♦, kein Stopper ♣ à 2 ©/ª: Natürlich, 5+ Karten, 8+ HP à 2 NT: 19-20 HP, ausgeglichen verteilt Lizitiert der Gegner nach „1 § - pass – 1 ¨“ nun auf Stufe 2 oder höher, zeigt „pass“ ein eher ausgeglichenes Blatt mit Minimum, der Rest ist natürlich mit Zusatzwerten.
Der Gegner interveniert nach einer positiven Ansage (1 © / ª / NT / 2 § / ¨) von uns: Haben wir eine positive Ansage gemacht, welche mindestens 8 HP zeigt, befinden wir uns in einer sehr guten Situation, wenn der Gegner nun interveniert. Die Stärke für das volle Spiel ist bekannt. Damit kann „pass“ forcierend eingesetzt werden (Relais), Kontra ist strafend.
I.) Der Gegner interveniert „natürlich“ unterhalb des vollen Spiels: à 3 NT: Ist zum spielen à Neue Farbe: Natürlich, Einfärber à Pass nach Intervention auf der Stufe 1 oder 2: Relaistrygger à Pass nach Intervention auf der Stufe 3 oder 4 gefolgt von neuer Farbe (nach Kontra): Natürlich, zweite Farbe vorhanden à Pass nach Intervention auf der Stufe 3 oder 4 gefolgt von Fitansage: Vernünfiger Fit und zweite 5er-Farbe daneben à Kontra: Strafkontra à Hebung des Partners: Fit, aber eher Minimum und kein Zweifärber
II.) Der Gegner interveniert „natürlich“ oberhalb (à also mindestens „4 ª“) des vollen Spiels: à pass: Verlangt Partners „Kontra“ à Pass gefolgt von neuer Farbe: Natürlich, zweite Farbe vorhanden à Pass gefolgt von Fitansage: Vernünfiger Vernünfiger Fit und zweite 5er- Farbe daneben à Kontra: Strafe à Neue Farbe: Natürlich, Einfärber à Hebung des Partners: Eher schwach, aber Fit
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