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Die Eröffnung „2 ¨“
Die Voraussetzungen der Eröffnung
Unsere „2 ¨ - Eröffnung“ ist „Multi“ im klassischen Sinne.
Die möglichen Varianten:
Bitte beachten Sie: An erster und zweiter Stelle sollte man für die Variante "weak-two" eine valable 6er-Farbe (mit 1-3 Topfiguren) und (5)6-10 HP haben. Dies spielen wir mehr oder weniger diszipliniert!
Ein Beispiel einer minimalen „weak-two“ wäre: ª AJ109xx © 2 ¨ 652 § 432
Grün kann man aber durchaus aggressiver sein, ist aber die Farbe fragwürdig müssen valable Werte in den Nebenfarben dies kompensieren.
An dritter Stelle ist in Sachen „weak-two“ alles erlaubt, die Farbe sollte aber mindestens eine Qualität wie K109xx haben (Ausspiel).
An vierter Stelle gilt folgendes für die Variante „weak-two“: Die Farbe muss für ein Ausspiel interessant sein, immer 6 Karten haben und vis à vis von Singleton gut spielbar sein. Z.B. AQJxxx oder KQJxxx oder ähnlich; die Eröffnung an vierter Stelle sollte so gut sein, dass der Partner, der ja gepasst hatte, bei Fit und 11-12 HP durchaus noch an einem vollen Spiel interessiert sein darf.
Die ersten Antworten
Die Antworten sollten aggressiv angewendet werden.
Lizitiert der Eröffner nach irgendeiner Ansage „Ohne“, so hat er ein ausgeglichen verteiltes Blatt mit 23-24 HP; das nachfolgende §-Gebot ist ein „Baron“ (und zwar ohne Sprung auf den Stufen 4 und 5), alle anderen Ansagen sind Transfer; Details finden Sie weiter unten.
Nach "3 §" respektive "3 ¨" kann für das volle Spiel eingeladen werden.
Natürlich kann man nach den Antworten „3 §“ respektive „3 ¨“ auch auf Stufe 3 stehen bleiben:
Lizitiert man nach „2 ¨ - 2 NT“ und der Bekanntgabe der 6er-Edelfarbe des Partners nun die andere Edelfarbe auf der Stufe 4, so zeigt dies ein Blatt, mit dem man diese Farbe spielen will, weiter zeigt es Schlemminteresse (ist also stärker als das direkte Lizit dieser Edelfarbe auf der Stufe 4).
Und nun zu einigen weitern Lizitfolgen:
Zur Verdeutlichung noch diese Details:
Und nun zu den Folgen nach „2 ¨ - 2 ©/ª - 2 NT“:
Diese Ansage von „2 NT“ zeigt ein Blatt folgender Art
à Ausgeglichen verteiltes Blatt (4-3-3-3, 4-4-3-2, 5-3-3-2, selten 6-3-2-2) à 23-24 HP, sinnvollerweise hat man etwa 9 Figuren à Eine 5er-Edelfarbe ist möglich à In der Regel sind alle Farben gedeckt à Schöne 6er-Unterfarbe möglich, ist aber eher via „1 §“ zu lizitieren.
Die ersten Antworten
Interveniert der Gegner, so spielen wir das Kontra informativ. Die übrigen Ansagen sind natürlich und forcieren zum vollen Spiel. Da das Kontra informativ ist (à zeigt also die anderen Farben und 2+ HP), muss der Eröffner - ähnlich wie beim „Sputnik-Kontra“ - nach Partners "pass" kontrieren, wenn er in der Gegnerfarbe maximal 2-3 Karten hat. Der Partner kann dies strafend abpassen, mit schwachen Händen lizitiert er seine Länge (und damit den Endkontrakt).
3 § als Anfrage nach der Verteilung (Romex)
Alle weiteren Ansagen sind so ausgelegt, dass immer die starke Hand spielen kann.
Man beachte weiter Folgendes:
„4 NT“ oder „5 NT“ nach „2 ¨ - 2 ©/ª -2 NT – 3 § - 3 ©“ ist also quantitativ, „3 NT“ zum spielen. Will man die Asse fragen, muss man zuerst die ©-Länge abfragen, und, wenn der Eröffner mit „3 NT“ eine 4er-Länge gezeigt hat, einen Cue-bid lizitieren.
Interveniert der Gegner nach Stayman, so sagt man an, was man ohne Intervention geboten hätte, geht dies nicht mehr, passt man. Kontra vom Eröffner ist strafend, vom Partner informativ.
Die Transfer-Ansagen 3 ¨ und 3 ©
Auch nach „2 NT“ verwenden wir - zumindest für die Edelfarben - Transferansagen. "3 ¨" ist Transfer für "3 ©", "3 ©" ist Transfer für "3 ª". Der Transfer ist in der Regel auszuführen. Kontriert der Gegner, passt man ohne Fit und führt den Transfer mit Fit aus.
Der Antwortende könnte nun auch „5 ©“ lizitieren, was AKQxxx zeigt, daneben aber in allen Farben Kontrollen verneint. Ein Sprung in eine neue Farbe ist Splinter.
4 ¨ ist also nochmals ein Transfer, welcher zwingend auszuführen ist. Dies gilt auch dann, wenn der Eröffner „3 NT“ lizitiert hat (und damit Maximum mit einer 3er-© und zwei Topfiguren gezeigt hat).
Ähnlich verhält es sich nach dem Transfer in die ª-Farbe:
Diesen Retransfer von „4 ©“ gibt es auch, wenn der Eröffner „3 NT“ lizitiert hat (und damit Maximum mit einer 3er-ª und zwei Topfiguren gezeigt hat).
Hat der Antwortende nach seinem Edelfarbentransfer seine zweite Farbe gezeigt, ist ein „NT-Gebot“ ohne Sprung oder die Ansage des vollen Spiels in der Edelfarbe als Spielvorschlag zu werten.
Die Transfer-Ansage 3 ª
Automatischer Transfer: Der Eröffner ist gezwungen, „3 NT“ anzusagen!
Das Lizit geht dann wie folgt weiter:
Kennt man also zwei Farben, spielen wir einen 6-As-Blackwood. Die sechs Asse sind:
Interveniert der Gegner, spielen wir DOPI (mit wiederum 6 Assen). „Kontra“ zeigt als 0 oder 3 der 6 Asse, „pass“ eines oder vier u.s.w.
Die Transfer-Ansage „3 NT“
Automatischer Transfer: Der Eröffner ist gezwungen, „4 §“ anzusagen!
Lizitiert man nach der Sequenz „2 NT – 3 NT – 4 § - 4 ¨“ (à zeigt Schlemminteresse mit ¨) direkt „4 NT“, so verneint dies Fit und ist ein Spielvorschlag.
Die auf diesem Weg (also via „3 NT“) verschickte Schlemmeinladung in den Farben © oder ª kann bei absolutem Minimum ausnahmsweise gepasst werden; hier ist „4 NT“ nun 5-As-Blackwood.
Die erläutere ich an folgendem Beispiel:
Und wie sieht es bei einer Schlemmeinladung mit © aus?
Sinngemäss verhält es sich bei den restlichen Schlemmeinladungen.
Die Transfer-Ansage „4 §“
Automatischer Transfer: Der Eröffner ist gezwungen, „4 ¨“ anzusagen!
Nachdem ein Zweifärber gezeigt wurde, ist "4 NT" 6-As-Blackwood (mit beiden Schlüsselfarben).
Die Transfer-Ansagen 4 ¨ und 4 ©
As-Frage mit 4 ª
Mit einer eigenständigen Farbe kann es vielleicht mal Sinn machen, direkt nach den Originalassen zu fragen. Dies erfolgt via „4 ª“.
Quantitative Ansagen
Der Gegner kontriert unseren „Transfer“:
Verwenden wir eine Transfer-Ansage und wird diese vom Gegner kontriert, führen wir den Transfer nur aus, wenn wir einen Fit haben. Rekontriert der Partner nach unserem "pass", so fordert er uns nun auf, den Transfer auszuführen. Rekontriert der Eröffner, so zeigt dies 5 schöne Karten in der lizitierten und kontrierten Farbe, in der Regel verneint es einen Fit in Partners Farbe.
Der Gegner interveniert nach „2 ¨ Multi“
Es ist ganz wichtig, dass man genau weiss, wie man sich nach Interventionen gegen unsere Eröffnung "2 ¨" verhält. Denn der Gegner ist unter Druck und muss daher gewisse Risiken eingehen. Dies müssen wir nutzen. Daher beachte man die folgenden Situationen. Generell gilt aber, dass alle Ansagen, die wir oben kennen gelernt haben, unverändert bleiben.
Intervenieren die Gegner nach der Eröffnung "natürlich", ist das Kontra des Antwortenden negativ. Der Antwortende zeigt damit mindestens 3 Karten in der anderen Edelfarbe und damit Interesse, zumindest auf 3er-Stufe zu spielen, wenn der Gegner mit "2 ª" intervenierte und der Eröffner eine "Weak-two-Ansage" in © hat.
Sollte der Gegner nach unserer "2 ¨-Eröffnung" die Konvention "Exclusion" spielen, mit der Ansage von "2 ©" also eine Eröffnung mit Kürze in © respektive mit "2 ª" eine Eröffnung mit Kürze in ª zeigen, so ist das Kontra des Antwortenden nun strafend. Wenn der Antwortende und auch der zweite Gegenspieler passen, zeigt Kontra des Eröffners, dass der Gegner nun in seiner Farbe zu spielen gedenkt.
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