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Die Eröffnung „2 §“ Hier können Sie diese Beschreibung als PDF herunter laden.
Die Eröffnung zeigt (10)11-15 HP und mindestens 5 §-Karten. Ohne 6er-♣ muss eine Edelfarbe mit 4+ Karten dabei sein, ist Karo die zweite Frabe, hat man mindestens 6 Treffkarten daneben und eine eher maximale Hand (möglich aber immer auch eine 5er-♣, eine 4er-Edelfarbe sowie eine 4er-♦). „2 ♣“ ist in unserem System eine heikle Eröffnung. Ein nicht unwesentlicher Vorteil ist der barragierende Effekt der Eröffnung. Ein Nachteil ist, dass man bereits die Stufe von „1 NT“ überschritten hat, was gerade im Paarturnier manchmal (aber nicht immer) schlecht ist. Daher muss die ♣-Farbe von vernünftiger Qualität sein (sonst ist es besser, „1 ¨“ oder „1 NT“ zu eröffnen). Das Blatt weist oft einen Singleton auf; denn mit einer 5er-♣ sowie 2-4-2 oder 4-2-2 sowie Figuren in den Kürzen ist es auch denkbar, je nach Stärke "1 ¨" oder "1 NT" zu eröffnen. Da wir in „Zass“ nach der Eröffnung „1 ♦“ alle Verteilungen heraus finden können, öffnen wir insbesondere im Paarturnier dann „1 ♦“ statt „2 ♣“, wenn eine gewisse Wahrscheinlichkeit besteht, dass „1 NT“ ein guter Endkontrakt sein könnte. Hat man nur fünf Karten in Treff, muss man daneben eine (oder beide) 4er-Edelfarbe(n) haben. Man kann neben der §-Farbe mit mindestens 6 Karten auch exakt 4 Karten in ¨ haben, aber nur mit einer maximalen Hand (sonst wiederum „1 ¨“ eröffnen!). Ohne eine 4er-Edelfarbe muss man mindestens über eine 6er-Treff verfügen.
Wir verwenden also eine Relaisansage, nämlich "2 ¨". Die Ansage forciert noch nicht zum vollen Spiel, dies ist erst dann der Fall, wenn nach der Wiederansage des Eröffners ein zweites Relais verwendet wird. Mit „2 ♣ - 2 ¨ - 2/3/4 X“ kann man in eine Relaissequenz einsteigen. Mit dem „Relais-Trigger“ gibt der Antwortende nun zu erkennen, dass er mindestens das volle Spiel erreichen will (es starten die Relais-Sequenzen). Der Antwortende kann jederzeit aus den Relaissequenzen aussteigen, indem er eine andere Ansage wählt. Diese Ansage ist immer natürlich, wobei das Spiel wegen dem Relais zum vollen Spiel forciert ist. Hat man in eine natürliche Sequenz gewechselt und ist ein Fit bekannt, folgen Cue-bids. Doch zurück zu den Relais-Sequenzen: Kennt man die exakte Verteilung, ist das Relais Ass-Frage (das nachfolgende Relais ist Königsfrage, danach folgt die Damenfrage). Dabei werden jeweils nur die 4 Karten abgefragt, dies nach dem Schema Crash (Colour-Rank-And-SChape):
Wenn die erste Frage auf Stufe 2, 3 oder 4 erfolgt:
Crash Stufe 1: 1 oder 4 Asse Crash Stufe 2: 0 oder 3 Asse Crash Stufe 3: 2 Asse der gleichen Farbe (rot oder schwarz) Crash Stufe 4: 2 Asse des gleichen Ranges, also in den Edel- oder in den Unterfarben Crash Stufe 5: 2 Asse ungleicher Farbe/ungleichen Ranges, also ª und ¨ oder © und § Analog geht es nach dem nächsten Relais mit den Königen und später den Damen weiter. Die Ansage des vollen Spiels in der Trumpffarbe respektive einer Farbe, in welcher der Partner 4+ Karten gezeigt hat, ist nie Relais (dann ist die nächst höhere Ansage Relais).
Wenn die zweite oder dritte Frage mit „5 ♣“ oder höher gemacht wird:
Crash Stufe 1: 0 oder 3 Könige (Damen) Crash Stufe 2: 1 oder 4 Könige (Damen) Crash Stufe 3: 2 Könige (Damen) der gleichen Farbe (rot oder schwarz) Crash Stufe 4: 2 Könige (Damen) des gleichen Ranges, also in den Edel- oder in den Unterfarben Crash Stufe 5: 2 Könige (Damen) ungleicher Farbe/ungleichen Ranges, also ª und ¨ oder © und §
Wenn die erste Frage auf Stufe „4 NT“ erfolgt:
Crash Stufe 1: 1 oder 4 Asse Crash Stufe 2: 3 oder 0 Asse Crash Stufe 3: 2 Asse
Wenn die erste Frage auf Stufe „5 ♣“ oder höher erfolgt:
Crash Stufe 1: 0 oder 3 Asse Crash Stufe 2: 1 oder 4 Asse Crash Stufe 3: 2 Asse
Hat der Antwortende eine Figur gezeigt, kann man abklären, in welcher Farbe diese Figur ist. Statt der ersten Relaisfarbe lizitiert man einfach die nächst höhere Farbe (oder Ohne), welche nicht Trumpf sein kann (man also nicht 4+ Karten gezeigt hat). Die Antworten sind wie folgt:
Bei einer gezeigten Figur:
Stufe 1: Figur in der längsten Farbe (bei zwei gleich langen: In der unteren Farbe) Stufe 2: Figur in der zweitlängsten Farbe Stufe 3: Figur in der zweitkürzesten Farbe Stufe 4: Figur in der kürzesten Farbe
Bei zwei gezeigten Figuren:
Stufe 1: Figuren in den beiden längeren Farben Stufe 2: Figuren in den beiden kürzeren Farben
Bei drei gezeigten Figuren:
Stufe 1: Die Figur fehlt in der kürzesten Farbe Stufe 2: Die Figur fehlt in der zweitkürzesten Farbe Stufe 3: Die Figur fehlt in der zweitlängsten Farbe Stufe 4: Die Figur fehlt in der längsten Farbe
Auch hier bei zwei gleich langen Farben: Zuerst die untere Farbe zeigen.
Kontriert der Gegner ein Relais des Fragenden, lizitiert der Antwortende wie ohne Kontra“ weiter, wenn er das Ass oder mindestens den König zu zweit in der kontrierten Farbe hat. Andernfalls wartet er Partners „Rekontra“ ab und bietet dann seine Antworten. Bietet der Gegner hingegen eine Farbe, zeigt „pass“ die erste Stufe (Partners „Kontra“ ist dann wieder Relais), „Kontra“ die zweite Stufe und so weiter. Kontriert der Gegner eine Antwort auf ein Relais, so ersetzt „pass“ des Fragenden sein „Relais“ (der Antwortende rekontriert für die Stufe 1, bietet die erste Stufe für die Stufe 2 etc.), „Rekontra ist zum spielen. Bietet der Gegner nach einer Antwort innerhalb der Relais-Sequenzen, ersetzt „pass“ des Fragenden das Relais, „Kontra“ ist demgegenüber strafend. Des Antwortenden erste Stufe ist dann „Kontra“. Der Antwortende kann jederzeit aus den Relaissequenzen aussteigen, indem er eine andere Ansage wählt. Damit wird ab Stufe des vollen Spiels der Endkontrakt bestimmt, ansonsten verlangt dies bei Fit und Maximum Cue-bids, bei Fit und Minimum die Ansage des vollen Spiels in der Farbe, ohne Fit die Ansage von „3 NT“.
Das Relais ist in der Folge immer forcierend zum vollen Spiel. Ansonsten verläuft das Lizit weitgehend natürlich:
Da dies Ansage „2 NT“ exakt 6 Karten in ♣ zeigt, weiter eine 4er-Farbe daneben verneint, gibt es nach dem Relais von „3 ♣“ nur 4 Antworten.
Sofern der Gegner interveniert, lizitieren wir wie folgt:
Ein Beispiel aus der Begegnung Schweiz – Frankreich beim Nationencup 2005 in Bonn:
ª A10 ª KQ65 Nach zweimal „Kontra“ kann der © J1096 © K543 Eröffner 3 ¨ nicht kontrieren, also ¨ 8 ¨ AQ9 bietet man “3 ©” und ladet § KQ10542 § 63 zu “3 NT” oder “4 ©“ ein.
2 § - 2 ª - Kontra - pass pass - 2 NT - Kontra - 3 ¨ pass - pass - 3 © - pass 4 © - pass - pass - pass
Interveniert der Gegner erst nach unserem ersten “Relais” von “2 ♦” ist noch nicht klar, ob der Antwortende das volle Spiel anstrebt oder nicht. Der Eröffner passt daher in der Regel respektive kontriert, wenn er ein Strafkontra platzieren will. Hat der Eröffner gepasst, kann der Antwortende entweder eine natürliche Ansage machen (nicht forcierend) oder aber mit “Kontra” in die üblichen Relaissequenzen einsteigen.
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