|
Bridge ist ein aus dem
Whist entwickeltes Kartenspiel, das vermutlich russischen Ursprungs ist und gegen
1880
in Konstantinopel erstmals in Erscheinung trat. 1894 wurde es in London
eingef|hrt und ist seit 1900 als beliebter Zweig der Whist-Spiele in der ganzen
Welt verbreitet.
1904 erfolgte die Weiterentwicklung zum "Auction"-Bridge, 1932 zum
Kontrakt-Bridge nach der Methode von E. Culbertson.
Heute gilt es als Kartenspiel mit der weitesten Verbreitung, gehvrt (vor allem in
der englischsprachigen Welt) zur Allgemeinbildung und ist seit eh und je von
einem Hauch von Exklusivitdt umgeben
ich mvchte nach oben
Die Details zur Entwicklung unseres bevorzugten Spiels werden
sehr gut dargestellt auf der Homepage des
deutschen Bridgeverbandes. Hier eine
Kopie jener Informationen:
GESCHICHTE DES BRIDGE
VORLDUFER:
erste Wurzeln im England des 16. Jh.: 1529 erwdhnt von
Bischof Latimer
In der Folgezeit entstanden Bridge-Prototypen unter den Namen
Triumph, Trump, Slamm, Whisk und Whist
Whist wurde Mitte des 17. Jahrhunderts sehr populdr;
das erste Whist-Buch erschien jedoch erst 1728. Gespielt wurde ohne
Dummy. Trumpf wurde durch Umdrehen einer Karte bestimmt
1834 wurde im Whist das Hoch-Niedrig-Signal eingef|hrt;
dies leitete wissenschaftliche Arbeiten |ber Whist ein, die von so bekannten
Persvnlichkeiten verfasst wurden wie Cavendish und Deschapelles
Das erste Duplicate-Whist Turnier wurde 1857 unter
Cavendishs Leitung in London gespielt (2 Teams spielten gegeneinander unter
Elimination des Gl|cksfaktors, da sie die gleichen Verteilungen spielten)
Die Duplicate-Idee wurde in den USA schneller populdr als in
England, 1882
entstand der erste Club in New Orleans
1891 wurde die American Whist League gegr|ndet;
Mitchell schrieb das erste Buch |ber Turnierorganisation
BRIDGE:
Bridge, das Whist in seiner Popularitdt ablvsen sollte,
wurde sowohl in England als auch in den USA Ende des 19. Jh. eingef|hrt. Unter
Namen wie
Khedive (t|rk. F|r: Vizekvnig in Dgypten, von dort Kairo kam das Spiel
an die franzvsische Riviera) und Britch (russ.: Biritch f|r:
Reizung eines Ohne-Trumpf-Spiels, gespielt in Konstantinopel) wurde das Spiel
schnell bekannt. In England erhielt Britch 1886 den Namen
Russisches Whist
Grundlegender Unterschied von Bridgewhist zu Whist
war das Offenlegen des Dummys und die Einf|hrung von Kontra und Rekontra ohne
Beschrdnkung. Der Spieler wdhlte die Trumpffarbe, sein Partner wurde zum Dummy
1904 kam es zur Einf|hrung von Auction Bridge,
mit der Versteigerung des Dummys
1918 wurde in Frankreich Plafond Bridge mit
Reizung bis zum obersten Limit eingef|hrt. Bei dieser Spielart zdhlten nur
Stiche, die sowohl erzielt als auch gereizt waren
1925 perfektionierte Harold S. Vanderbilt auf einer
Kreuzfahrt mit der Finland alle verschiedenen Ideen und Ansdtze durch
Einf|hrung einer Gefahrenlage und eines Anschriftensystems, dies war die
Geburtsstunde des
Contract Bridge. Zu dieser Zeit zdhlte jeder Stich in SA noch 35 Punkte,
alle anderen Regeln blieben bis zum heutigen Tage fast unverdndert
1926 erschien in England das erste Bridge Magazin
1928 wurde die erste nationale Meisterschaft in den USA
ausgespielt: der Vanderbilt Cup
1929 gibt Culbertson das erste amerikanische Bridge
Magazin heraus
Culbertsons blue book |ber Bridge, bei dem er die
Forcing-Gebote einf|hrt, wird 1930 zum Bestseller
1932 wird die Internationale Bridge Liga (= Vorldufer
des Welt-Bridge-Verbandes) gegr|ndet
1934 organisiert Ely Culbertson, der in den USA in
dieser Zeit schon zum ersten Bridge-Papst avanciert war, die 1. Bridge
Olympiade, an der 200.000 Spieler aus 65 Ldndern teilnahmen
1935 kommt es zu dem ber|hmten Culbertson: Sims Match:
150 Rubber in 21 Tagen zur Feststellung des besseren Spielers, besseren
Bietsystems und zum Zweck besseren B|cherverkaufs
ebenfalls 1935 findet in New York die erste
Weltmeisterschaft im Bridge statt. Es gewinnt die USA vor Frankreich
ab 1940 wird Charles Goren die f|hrende
Bridgepersvnlichkeit Amerikas, er gleicht Culbertsons Methoden an eine auf
Punkten basierende Blattbewertung (nach Milton Works 4-3-2-1 Methode) an
1950 wird die Weltmeisterschaft in Bermuda Bowl
umbenannt. Ab 1957
kommt es zu einem Siegeszug des italienischen Blue Team, das bis 1975 das
Weltbridge beherrscht mit zwei Aussetzern: 1970/71. Von 1976 bis 1987
dominieren wieder die Amerikaner mit dem Team der Dallas Aces, die dank der
Unterst|tzung ihres grossz|gigen Sponsors Bridge professionell betreiben kvnnen
1958 konstituiert sich der Welt-Bridge-Verband (WBF)
1960 findet in Turin, Italien, die erste Team-Olympiade
statt, bei der Frankreich vor Gro_britannien siegreich bleibt.
In der Folgezeit kommt es bis zu den 90er-Jahren zu einigen
Machtverschiebungen im internationalen Bridge. Heute sind Frankreich und die
Niederlande die beiden grv_ten europdischen Verbdnde. Aber auch die
skandinavischen Ldnder und insbesondere Polen haben viele internationale Titel
errungen. Auch in Asien gibt es inzwischen mit Indonesien und China
Bridge-Gro_mdchte, die in die Phalanx der Amerikaner und Europder eindringen
konnten. 1955 erhielt Bridge die Anerkennung des Internationalen
Olympischen Komitees (IOC), doch schon 1993 schafften die Italiener, als
erster europdischer Verband, die Aufnahme in ihr nationales olympisches Komitee.
|