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Die Eröffnungen „1 ©“ und „1 ª“:Hier finden Sie das ganze als Pdf. Die Voraussetzungen zur Eröffnung 1 © / ªà 11-15 HP, 5+ Karten in der angesagten Farbe à Besitzt man neben einer 5er-Edelfarbe auch noch eine 6er-Unterfarbe, kann man frei wählen, ob man die Edelfarbe oder aber mit 6 Karo „1 ♦“ respektive 6 Treff „2 ♣“ öffnen will. Edelfarben eröffnen wir relativ aggressiv. An erster und zweiter Position müssen sie durchaus solide sein, aber weil wir einerseits vom sperrgebotähnlichen Effekt profitieren können und man andererseits durchaus auch mal „4 ©“oder „4 ª“ mit relativ wenig Punkten erfüllen kann, sind wir hier weniger zurückhaltend als bei der Eröffnung „1 ¨“. Das Minimum liegt bei unausgeglichen verteilten Händen bei 10 HP. Grundsätzlich gilt aber auch hier: Wir öffnen jede Hand, wenn wir mindestens 12 HP haben. Besitzen wir an erster und zweiter Stelle nur 11 HP, öffnen wir immer, wenn wir über mindestens 2½ Defensivstiche verfügen und die Wiederansage keine Schwierigkeiten bietet (egal, welche Ansage der Partner gewählt hat). Wenn wir nicht in allen Fällen eine Wiederansage haben, denken wir zumindest ernsthaft über ein "pass" nach. Unausgeglichene Hände werden aber in der Edelfarbe aggressiv eröffnet.
Wichtig bei einem Entscheid, ob es sich um eine Eröffnung oder nicht handelt, sind insbesondere folgende Punkte: - Die Punkte, die Sie besitzen - Die Topstiche, die Sie besitzen - Die Verteilung Ihres Blattes Bei ausgeglichen verteilten Händen brauchen Sie für eine Eröffnung mehr HP als bei unausgeglichen verteilten Händen. Was versteht man unter Topstichen? Wir verstehen darunter Figuren und Figurenkonstellationen, die sowohl beim Hand- als auch beim Gegenspiel rasch realisierbare Stiche versprechen.
Nochmals also im Sinne einer Zusammenfassung sei festgehalten: Eine Eröffnung an erster und zweiter Stelle verspricht entweder ein Minimum von 11 HP oder aber von 2½ Topstiche (2 davon in den "langen" Farben) und eine problemlose Wiederansage. Das verändert sich bei Eröffnungen an dritter und vierter Stelle. Hier wird aus folgenden Gründen aggressiv eröffnet: - Der Partner, welcher an erster und zweiter Stelle ja bloss gute Hände eröffnet, muss geschützt werden. - Den Gegnern soll das Leben erschwert werden. Deshalb eignen sich gerade Dritthanderöffnungen auch so hervorragend für „Bluffgebote“. An dritter und vierter Stelle kann man auch 4er-Edelfarben eröffnen, wenn sie vernünftig gut sind. Einen kleinen praktischen Tipp habe ich aber für Sie: Öffnen Sie 4er-Edelfarben nur mit einer schönen Farbe, da Sie nicht selten im 4-3 Fit in Trumpf spielen werden (denn der Partner geht immer von einer 5er-Farbe bei Ihnen aus). Weiter soll Partners allfälliges Ausspiel ja auch nicht im Desaster enden. Man sollte diesen Bluff mit einer 4er-Farbe nur machen, wenn man nicht die Stärke von mindestens einer normalen Eröffnung hat. Ist Letzteres der Fall, eröffnen Sie völlig normal wie es das System vorsieht, um jederzeit den korrekten Kontrakt zu erreichen. Wenn Sie eine vernünftige 5er-Edelfarbe haben, empfehle ich Ihnen an dritter und vierter Position generell ab 9/10 HP zu eröffnen. Allerdings muss man an vierter Stelle auch noch die "Pikregel" beachten. Zählen Sie Ihre HP zusammen und addieren Sie zum Ergebnis Ihre ª-Karten: Wenn Sie dann nicht mindestens 15 erhalten, sollten Sie passen (denn wir wollen ja nicht für den Gegner öffnen). Hier noch zwei Beispiele von Eröffnungen an dritter Stelle:
Generell überlegen Sie sich folgendes, bevor Sie mit einem schwachen Blatt an dritter Stelle eröffnen: Sind Sie in der Lage, eine vernünftige Ansage zu finden, wenn der Partner beispielsweise in Ihrer Kürze lizitiert? Hier finden Sie das ganze als Pdf. Das Folgelizit nach 1 ©/ª - die ersten Ansagen: Grundsätzlich basiert das nachfolgende Lizit nach Edelfarbeneröffnungen auf den Ansagen „1 NT“ und „2 ♣“. „1 NT“ ist Relais und forciert sofort zum vollen Spiel. „2 ♣“ ist ebenfalls Relais und wird mit einladenden Händen verwendet. "1 NT" wird nach Eröffnungen an erster und zweiter Stelle als forcierend zum vollen Spiel gespielt. Zu den ersten Ansagen:
Hier finden Sie das ganze als Pdf.
Das Folgelizit nach dem Relais –Trigger von „1 NT“: Spezielle Beachtung verdient die Ansage von "1 NT, welche nach Eröffnungen an erster und zweiter Stelle forcierend zum vollen Spiel ist. Sie zeigt (12)13+ HP. Bedenken, die Ansage nicht natürlich zu spielen? Die Vorteile, die Ansage forcierend zu spielen, überwiegen bei weitem. Sie gibt Ihrem Lizit bedeutend mehr Flexibilität. Und achten Sie mal auf Folgendes: Spielt man nach einer Unterfarbeneröffnung 1 SA, ist der Kontrakt oft solide, was nach Edelfarbeneröffnungen (speziell nach 1 ª) selten der Fall ist. Die Erfahrung zeigt, dass man bei einem Fit 5-2 oft besser die Edelfarbe statt „1 NT“ spielt. Die Vorteile überwiegen klar: à Wir können ohne Lizitraum zu verlieren die Verteilungen herausfinden à Oft ist der Endkontrakt „3 NT“; dank des Relais von „1 NT“ spielt sofort die richtige Hand, jene nämlich, mit der über Relais alles abgefragt wird, ohne dass die Gegner etwas über diese Hand erfahren. Was sie wissen, sehen sie nach dem Ausspiel auf dem Tisch.
Nach Eröffnungen an erster und zweiter Stelle kann der Antwortende mit „1 NT“ also in eine Relaissequenz einsteigen. Nach den Antworten des Eröffners ist immer die nächstmögliche Ansage ein weiteres Relais. Kennt man die Verteilung noch nicht ganz, dann fragt das Relais die weitere Verteilung ab; kennt man die exakte Verteilung, ist das Relais As-Frage (das nachfolgende Relais ist Königsfrage, danach folgt die Damenfrage). Dabei werden jeweils nur die 4 Karten abgefragt, dies nach dem Schema Crash (Colour-Rank-And-SChape):
Wenn die erste Frage auf Stufe 2, 3 oder 4 erfolgt:
Crash Stufe 1: 1 oder 4 Asse Crash Stufe 2: 0 oder 3 Asse Crash Stufe 3: 2 Asse der gleichen Farbe (rot oder schwarz) Crash Stufe 4: 2 Asse des gleichen Ranges, also in den Edel- oder in den Unterfarben Crash Stufe 5: 2 Asse ungleicher Farbe/ungleichen Ranges, also ª und ¨ oder © und §
Analog geht es nach dem nächsten Relais mit den Königen und später den Damen weiter. Die Ansage des vollen Spiels in der Trumpffarbe respektive einer Farbe, in welcher der Partner 4+ Karten gezeigt hat, ist nie Relais (dann ist die nächst höhere Ansage Relais).
Wenn die zweite oder dritte Frage mit „5 ♣“ oder höher gemacht wird: Crash Stufe 1: 0 oder 3 Könige (Damen) Crash Stufe 2: 1 oder 4 Könige (Damen) Crash Stufe 3: 2 Könige (Damen) der gleichen Farbe (rot oder schwarz) Crash Stufe 4: 2 Könige (Damen) des gleichen Ranges, also in den Edel- oder in den Unterfarben Crash Stufe 5: 2 Könige (Damen) ungleicher Farbe/ungleichen Ranges, also ª und ¨ oder © und §
Wenn die erste Frage auf Stufe „4 NT“: Crash Stufe 1: 1 oder 4 Asse Crash Stufe 2: 3 oder 0 Asse Crash Stufe 3: 2 Asse
Wenn die erste Frage auf Stufe „5 ♣“ oder höher erfolgt: Crash Stufe 1: 0 oder 3 Asse Crash Stufe 2: 1 oder 4 Asse Crash Stufe 3: 2 Asse Hat der Antwortende eine Figur gezeigt, kann man abklären, in welcher Farbe diese Figur ist. Statt der ersten Relaisfarbe lizitiert man einfach die nächst höhere Farbe (oder Ohne), welche nicht Trumpf sein kann (man also nicht 4+ Karten gezeigt hat). Die Antworten sind wie folgt:
Bei einer gezeigten Figur:
Stufe 1: Figur in der längsten Farbe (bei zwei gleich langen: In der unteren Farbe) Stufe 2: Figur in der zweitlängsten Farbe Stufe 3: Figur in der zweitkürzesten Farbe Stufe 4: Figur in der kürzesten Farbe
Bei zwei gezeigten Figuren:
Stufe 1: Figuren in den beiden längeren Farben Stufe 2: Figuren in den beiden kürzeren Farben
Bei drei gezeigten Figuren:
Stufe 1: Die Figur fehlt in der kürzesten Farbe Stufe 2: Die Figur fehlt in der zweitkürzesten Farbe Stufe 3: Die Figur fehlt in der zweitlängsten Farbe Stufe 4: Die Figur fehlt in der längsten Farbe
Auch hier bei zwei gleich langen Farben: Zuerst die untere Farbe zeigen. Kontriert der Gegner ein Relais des Fragenden, lizitiert der Antwortende wie ohne Kontra“ weiter, wenn er das Ass oder mindestens den König zu zweit in der kontrierten Farbe hat, wobei „Rekontra“ die erste Stufe ist. Andernfalls wartet er Partners „Rekontra“ ab und bietet dann seine Antworten. Bietet der Gegner hingegen nach einem Relais eine Farbe, zeigt „pass“ die erste Stufe (Partners „Kontra“ ist dann strafend, die erste Farbstufe wieder Relais), „Kontra“ ist Strafvorschlag (bietet der abfragende Partner die nächste Stufe ist dies Relais, der Partner soll also sein Blatt weiter beschreiben), die nächstmögliche Ansage zeigt die zweite Stufe der Antworten auf das Relais und so weiter. Kontriert der Gegner eine Antwort auf ein Relais, so ersetzt „pass“ des Fragenden sein „Relais“ (der Antwortende rekontriert, wenn er vorschlagen will, dass dies gespielt wird (der abfragende Spieler passt oder geht mit der Ansage der nächsten Stufe in die Relaissequenz zurück), ansonsten bietet er ganz normal in Stufen und zeigt so sein Blatt), „Rekontra“ des abfragenden Spielers ist zum spielen. Bietet der Gegner nach einer Antwort innerhalb der Relais-Sequenzen, ersetzt „pass“ des Fragenden das Relais, „Kontra“ ist demgegenüber strafend. Kontriert nun der antwortende Spieler, schlägt er ein Strafkontra vor (der fragende Spieler passt oder bietet die nächste Stufe, um wieder in die Relaissequenz zu kommen), ansonsten zeigt er seine weitere Verteilung respektive seine Schlüsselkarten. Der Antwortende kann jederzeit aus den Relaissequenzen aussteigen, indem er eine andere Ansage wählt. Damit wird der Endkontrakt bestimmt.
Hier finden Sie das ganze als Pdf.
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