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Bridgesystem „Zass“ 

Viking Precision Club modified

 

Bridge-System mit Basis “Starkes Treff“

             von

Marie-Louise

Zinsli

Gutenswil

Marie-Louise

&

Dr. Jörg Zinsli

Schweiz

 

 Verfasser:

Dr. Jörg Zinsli,Gutenswil, Switzerland

Dr. Jörg Mathias

Zinsli

Gutenswil

Föhrenweg 5,

CH-8605 Gutenswil

marie-louise.zinsli@jzinsli.ch

 

P 044/946'39'33

G 044 / 262’56’55

Fax P 01/946'39'34

Mobile 079 / 607’42’76

E-Mail G ml.zinsli@bluewin.ch

 

System

“Zass”

 

based on

 „The Viking Precision Club”

 

Website: www.jzinsli.ch

Föhrenweg 5,

CH-8605 Gutenswil

joerg.zinsli@jzinsli.ch

P 044/946'39'33

G 058/358'72'99

Fax P 01/946'39'34

Mobile 079 / 425’17’58  E-Mail G

joerg.zinsli@allianz-suisse.ch

 

 Version 6.3  *** 1.8.2009

 

Verwendete Literatur:

 

à Andersen Ron / Zenkel (Auken) Sabie, Sperrgebote von A bis Z, Bamberg 2000

à Berkowitz David & Manley Brent, Precision Today, Memphis/Tennessee, 2002, edited by

Kathie Wei-Sender

à Groetheim – Sontag, The Viking Precision Club, Louisville, 2002

à Kelsey Hugh, Slam Bidding, London Victor Gollsmcz LTD, 1991

à Scacchi Ugo, Long d’abord, Zürich 1980

 

Hier die Konventionskarte von Marie-Louise und Jörg!

Hier das System "Zass" als PDF in der aktuellsten Version; and here the english version (version 5 (31.12.2007), australian english, thanks for the translation to Greg Mayo!)

1 Treff, 1 Karo, 1 Herz/Pik, 1 NT, 2 Treff, 2 Karo, 2 Herz, 2 Pik und 2 NT. Weiter: Unsere Interventionen gegen Sperrgebote.

Und hier finden Sie die Details:

1 Treff Zass 1 Karo Zass Edelfarben Zass 1 Ohne Zass 2 Treff Zass 2 Karo Zass 2 Herz Zass 2 Pik Zass 2 NT Zass 3 in Farbe 3 NT Zass 4 Treff bis 5 Pik Zass Schlemmlizit Zass

 

Einleitende Bemerkungen (hier als PDF-Datei)

Während man bei nationalen Turnieren – und dies weltweit – fast ausschliesslich auf Paare trifft, welche ein natürliches Lizitsystem (meist eine Version „5 card Majors“) verwenden, stellt man zunehmend fest, dass bei grossen internationalen Turnieren viele Paare der Topklasse mit künstlichen Systemen antreten – nicht selten mit ausgefeilten Relaissequenzen, welche es erlauben, die Verteilung, die Stärke und die Topkarten zu evaluieren. Diese Entwicklung entbehrt nicht einer gewissen Logik, denn einerseits erlauben es solche Systeme, noch viel präziser zu lizitieren, andererseits bieten sie auch Raum für den Gegner störende Ansagen mit punktearmen aber offensiv starken Blättern. Da ich mir sicher bin, dass das Entwicklungspotential bei den guten Spielern bei der Verbesserung des Bietsystems viel grösser als beim eigentlichen Spielen der Karten ist (sei es das Hand- oder das Gegenspiel, denn beherrscht man die allgemeinen Techniken, kann hier der entscheidende Unterschied nicht mehr erspielt werden, Experten sprechen dem „Bieten“ 80% des Erfolgs beim Bridge zu!), habe ich mich daher im ersten Halbjahr 2003 entschieden, ein starkes §-System zu entwickeln, welches ursprünglich auf „Precision“, später auf „The Viking Precision Club“ (in der ebenfalls weiter entwickelten Version von Goetheim Sieger der Bermuda Bowl 2007) basierte. Der vorliegenden Version liegen bereits eigene Erfahrungen mit starken Treffsystemen von fünf Jahren auf nationalem und internationalem Parket zu Grunde. Die vorliegende Version dient der Partnerschaft von Marie-Louise Zinsli und mir.

Welche Idee verfolge ich? Ich versuche, ein künstliches (und abgesehen von den Relais-Sequenzen doch soweit möglich natürliches), effizientes Bridgesystem mit den notwendigen Gadgets zusammen zu stellen. Es ist ausgerichtet auf Wettkampf-Bridge und eignet sich sowohl für Team- als auch Paarturniere. Es ist aber nur  geeignet für fortgeschrittene Spieler mit Ambitionen. Aus pädagogischen Gründen habe ich bei dessen Beschreibung aber einen selbsterklärenden Aufbau gewählt.

Wer „Zass“ spielen will, muss bereit sein, einiges ins Hobby „Bridge“ zu investieren. Denn wenn man sich entscheidet, ein komplexes System zu spielen, muss man es beherrschen. Vergisst man Teile des Systems, sind die Folgen negativ, die Resultate schlecht. Das Vergessen des Systems bewirkt also meist ein schlechtes Score, und beispielsweise in einem Paarturnier kostet jeder Fehler meist zwischen 1 und 3 % pro Sitzung, in einem Teammatch etwa 6-13 Imp (je nach Vulnerabilität). Daher: Nur wer bereit ist, zu lernen, und wer Freude an analytischem Bridgedenken hat, sollte sich vertieft mit dem System „Zass“ befassen, fehlen diese Voraussetzungen, ist es besser, ein einfacheres „natürliches“ System zu spielen. Da die Philosphie eines Systems wie „Zass“ nicht vergleichbar mit jener eines „natürlichen Systems“ ist, muss man sich in diese Philosophie eindenken – dies bedingt viel Training, gerade auch mit Händen aus der Praxis. Und es bedarf auch eines adäquaten Handspieltrainings – denn gute Kontrakte erreichen ist das eine, man muss sie aber auch erfüllen können. Fehler sind deshalb teuer, weil die Masse der Konkurrenz die optimalen Kontrakte nicht immer auslizitiert. Ein „High Tech – Bietsystem“ einzusetzen macht nur dann Sinn, wenn es hilft, bessere Resultate zu erreichen. Jedes komplexe System, welches durchschnittlich pro Sitzung eines Paarturniers nicht mindestens 3% bringt, ist - per se - schlecht. Daran sollte jedes künstliche System gemessen werden – also auch unser System „Zass“. Die einzelnen Komponenten des Systems sind logisch aufeinander abgestimmt. Insbesondere die verwendeten Konventionen haben Auswirkungen auf das übrige Lizit. Es ist daher nicht unbedenklich, einfach gewisse Teile zu übernehmen, ohne die restlichen Abschnitte zu überprüfen und wenn nötig anzupassen.

Hier als PDF-Datei

Grundinformationen zum System „Zass“

Hier das System "Zass" als PDF

Einleitende Bemerkungen

Während man bei nationalen Turnieren – und dies weltweit – fast ausschliesslich auf Paare trifft, welche ein natürliches Lizitsystem (meist eine Version „5er-Edelfarben“) verwenden, stellt man zunehmend fest, dass bei grossen internationalen Turnieren viele Paare der Topklasse mit künstlichen Systemen antreten – nicht selten mit ausgefeilten Relaissequenzen, welche es erlauben, die Verteilung, die Stärke und die Topkarten zu evaluieren. Diese Entwicklung entbehrt nicht einer gewissen Logik, denn einerseits erlauben es solche Systeme, noch viel präziser zu lizitieren, andererseits bieten sie auch Raum für den Gegner störende Ansagen mit punktearmen aber offensiv starken Blättern.

Da ich mir sicher bin, dass das Entwicklungspotential bei den guten und routinierten Spielern bei der Verbesserung des Bietsystems viel grösser als beim eigentlichen Spielen der Karten ist (sei es das Hand- oder das Gegenspiel, denn beherrscht man die allgemeinen Techniken, kann hier der entscheidende Unterschied nicht mehr erspielt werden, Experten sprechen dem „Bieten“ 80% des Erfolgs beim Bridge zu!), habe ich mich daher im ersten Halbjahr 2003 entschieden, ein starkes §-System zu entwickeln, welches ursprünglich auf „Precision“, später auf „The Viking Precision Club“ (in einer ebenfalls weiter entwickelten Version von Groetheim Sieger der Bermuda Bowl 2007) basierte. Der vorliegenden Version liegen bereits eigene Erfahrungen mit starken Treffsystemen von sieben Jahren auf nationalem und internationalem Parket zu Grunde. Die hier beschriebene Version dient der Partnerschaft von Marie-Louise Zinsli und mir.

Welche Idee verfolge ich? Ich versuche, ein künstliches (und abgesehen von den Relais-Sequenzen doch soweit wie möglich natürliches), effizientes Bridgesystem mit den notwendigen Lizitinstrumenten zusammen zu stellen. Es ist ausgerichtet auf Wettkampf-Bridge und eignet sich sowohl für Team- als auch Paarturniere. Es ist aber nur  geeignet für fortgeschrittene Spieler mit Ambitionen. Aus pädagogischen Gründen habe ich bei dessen Beschreibung aber einen selbsterklärenden Aufbau gewählt.

Wer unser System „Zass“ spielen will, muss bereit sein, einiges ins Hobby „Bridge“ zu investieren. Denn wenn man sich entscheidet, ein komplexes System zu spielen, muss man es beherrschen. Vergisst man Teile des Systems, sind die Folgen negativ, die Resultate schlecht. Das Vergessen des Systems bewirkt also meist ein schlechtes Score, und beispielsweise in einem Paarturnier kostet jeder Fehler meist zwischen ein bis drei Prozent pro Sitzung, in einem Teammatch etwa 6-13 Imp (je nach Gefahrenzone).

Daher: Nur wer bereit ist, zu lernen, und wer Freude an analytischem Bridgedenken hat, sollte sich vertieft mit dem System „Zass“ befassen, fehlen Zeit oder eine dieser Voraussetzungen, ist es besser, ein einfacheres, so genannt „natürliches“ Bridge-System zu spielen. Da die Philosphie eines Systems wie „Zass“ nicht vergleichbar mit jener eines „natürlichen Systems“ ist, muss man sich in diese Philosophie hinein denken – dies bedingt viel Training, gerade auch mit Händen aus der Praxis. Und es bedarf auch eines adäquaten Handspieltrainings – denn gute Kontrakte zu erreichen ist das eine, man muss sie aber auch erfüllen können. Fehler sind deshalb teuer, weil die Masse der Konkurrenz die optimalen Kontrakte - insbesondere im Schlemmbereich - nicht immer auslizitiert.

Ein „High Tech – Bietsystem“ einzusetzen macht nur dann Sinn, wenn es hilft, bessere Resultate zu erreichen. Jedes komplexe System, welches durchschnittlich pro Sitzung eines Paarturniers nicht mindestens drei Prozent bringt, ist - per se - schlecht. Daran sollte jedes künstliche System gemessen werden – also auch unser System „Zass“.

Die einzelnen Komponenten des Systems sind logisch aufeinander abgestimmt. Insbesondere die verwendeten Konventionen haben Auswirkungen auf das übrige Lizit. Es ist daher nicht unbedenklich, einfach gewisse Teile zu übernehmen, ohne die restlichen Abschnitte zu überprüfen und wenn nötig anzupassen.

 

Grundinformationen zum System „Zass“

 Das System weist folgende Basiselemente auf: 

à Wir eröffnen mit 5er-Edelfarben, weil dies einen Fit in der Edelfarbe sofort erkennen lässt

 und zudem das Lizit mit Fit ungemein flexibel macht.

à Da gleichzeitig beinahe alle starken Hände via „1 §“ eröffnet werden, ist auch die

Eröffnung „1 ¨“ künstlich; theoretisch genügt ein Singleton für die Eröffnung.

Dies kann beispielsweise bei Händen der Verteilung 4-4-1-4 oder bei einer

schlechten 5er-♣ mit einer 4er- und einer 3er-Edelfarbe der Fall sein, nämlich dann,

wenn man mit dieser Hand nicht „2 ♣“ eröffnen möchte.   

à Aus kompetitiven Gründen eröffnen wir ungefährlich an erster bis dritter Stelle mit

ausgeglichen verteilten Händen (ohne 5er-Edelfarbe) der Stärke 10-12 HP  à

„1 NT“ (= „superschwache Ohne“).  

Ausgeglichen verteilte Blätter der Stärke 13-15 HP (ohne 5er-Edelfarbe) eröffnen wir

damit ungefährlich an erster bis dritter Position mit „1 ¨“. Die Wiederansage von

„1 NT“ zeigt dann 13-15 HP.

Gefährlich sowie ungeachtet der Gefahrenlage an vierter Stelle zeigt die Eröffnung

„1 NT“ 14-16 HP.  

à Die Eröffnung „1 §“ ist stark (in der Regel 16+ HP, gefährlich und ausgeglichen verteilt

17+ HP) und künstlich; sobald der Partner des Eröffnenden positiv antworten kann,

folgen in der Regel Relais-Sequenzen, mit welchen zuerst die exakte Verteilung, die

Stärke und die Schlüsselkarten ermittelt werden können. In gewissen Situationen

verwenden wir auch nach einem negativen Gebot des Antwortenden Relais-Sequenzen. 

Intervenieren die Gegner und werden die Relais-Sequenzen verunmöglicht, wenden

wir nach positiven wie negativen Ansagen natürliche Bietsequenzen an.  

à Die Eröffnungen auf der Stufe 2 sind immer sehr beschreibend. Da diese

            Eröffnungen ihrer Natur entsprechend schon aggressiv sind, halten wir uns an die

            vereinbarten Voraussetzungen, um das Geschehen unter Kontrolle zu halten. Ziel ist

            es, mit einer soliden/disziplinierten Anwendung dieser Eröffnungen dem im Lizit

            folgenden „Gegner links“ das weitere Bieten zu erschweren. Dank der disziplinierten

            Anwendung dieser aggressiven - aber sehr beschreibenden - Eröffnungen hat der

            antwortende Partner auch bei gegnerischen Interventionen die Möglichkeit, die

            effektivste kompetitive Entscheidung zu treffen. 

 

à Die Eröffnung „2 §“ zeigt 6+ § oder 5+ § plus eine zweite vernünftige 4er-Farbe (bei bloss

fünf Karten in Treff muss die zweite Farbe eine Edelfarbe sein), was die Basis für ein

kompetitives Bieten mit § legt und weiter schon etwas gegen die gegnerischen

Edelfarben sperrt.

 

 

à Die Eröffnung „2 “ zeigt eine 6er-Edelfarbe unterhalb einer Eröffnung oder 16-19 HP mit

            beliebigem Singleton und drei 4er-Farben daneben.

 

à Die Eröffnung „2 ©“ zeigt ein Blatt mit und einer beliebigen Unterfarbe (4+ Karten)

knapp unterhalb der Eröffnungsstärke (in der Regel 9-11 HP). Dank des knappen

Punktebereiches riskiert man keine Unglücke, wenn der Partner ein starkes Blatt hat.

Weiter erlaubt es, aggressive Interventionen des Gegners zu bestrafen.  

 

à Die Eröffnung „2 ª“ zeigt ein Blatt mit ª und einer beliebigen Unterfarbe (4+ Karten)

knapp unterhalb der Eröffnungsstärke (in der Regel 9-11 HP), was einen

sperrenden Effekt gegen © hat. Dank des knappen Punktebereiches riskiert man

keine Unglücke, wenn der Partner ein starkes Blatt hat. Weiter erlaubt es, aggressive

Interventionen des Gegners zu bestrafen. 

 

à Die Eröffnung „2 NT“ zeigt ein punktearmes Blatt mit den Unterfarben, was es den

            Gegnern erschweren soll, ihren allfälligem Fit in einer  Edelfarbe präzise zu abzuklären.

 

à Die Sperrgebote sind – abgesehen von „4 §“ und „4 ¨“ (Namyats) - natürlich,

„3 NT“ zeigt ein Sperrgebot der Stufe vier in einer der Unterfarben, „4 NT“ ist

destruktiv mit beiden Unterfarben.

  

Nach den Eröffnungen

„1 §“, „1 “, „1 “, „1 ♠“, „1 NT“, „2 ♣“, „2 “, „2 “, „2 ♠“ sowie „2 NT“

verwenden wir Relais-Sequenzen, damit wir einerseits die exakte Verteilung und andererseits auch die Stärke und die Schlüsselkarten des Partners in Erfahrung bringen können.

 

Hier als PDF-Datei

Grundprinzipien eines erfolgreichen Bridgestils

Es gibt drei grundlegende Prinzipien, welche man immer beherzigen sollte:

à Bridge ist ein Spiel der Farben.

à Es ist besser, nicht ins „Lizitrennen“ einzusteigen, ausser man hat eine Chance, dieses zu gewinnen.

à Man sollte ein Lizit nicht machen, wenn es nur dazu führt, dass der Gegner die Hand richtig spielen kann.

 

Bridge ist ein Spiel der Farben:

Um im kompetitiven Lizit die richtigen Entscheide treffen zu können, muss man einerseits Längen und Verteilung kennen, mindestens genau so wichtig ist aber andererseits die Qualität der Farben. Erst wenn man beides kennt, können allgemein verbreitete Bridgegesetze wie z.B.  „The law of total tricks“ überhaupt effizient und erfolgreich eingesetzt werden.

Leider gelingt es im Lizitverlauf nicht immer, all die notwendigen Informationen auszutauschen. Konsequenz dieser Tatsache für ein effizientes Lizitsystem muss es daher sein, dass es so ausgestaltet ist, dass es allenfalls auftretende Probleme antizipieren kann/muss, es also durch die Struktur seiner Eröffnungen und Antworten deren Anwendern erlaubt, möglichst schnell Klarheit über Elemente wie Längen und Qualität der Farben sowie allgemeine Stärke des Blattes zu erhalten.

Wie versuchen wir dies mit unserem System zu tun:

à Alle Eröffnungen ausser „1 §“ (und „2 ¨“ mit ausgeglichen verteilten Händen der Stärke 23-24 HP) sind limitiert bis maximal 15 HP (weitere Ausnahme: Gefährlich sowie immer an vierter Stelle zeigt „1 NT“ ein ausgeglichen verteiltes Blatt mit 14-16 HP). Kombiniert mit unseren Eröffnung „2 “ und „2 ♠“ erlaubt dies uns, auf der Stufe 1 auch mit vernünftigen 11 HP zu eröffnen, ohne dass das Lizit über Bord gehen sollte.

à Die Edelfarben-Eröffnungen zeigen präzise 5 oder mehr Karten, was es erlaubt, alle Hände sehr genau beschreiben zu können. 

à Da „2 §“ Blätter mit 5+ Karten in § beschreibt, wir weiter „in Gefahr“ mit ausgeglichen verteilten Händen der Stärke 14-16 HP bereits „1 NT“ eröffnen, ist das Risiko, dass die Eröffnung „1 ¨“ nicht natürlich ist, erheblich eingeschränkt. In der Regel hat man ein Singleton Karo nur, wenn man eine schlechte 5er-♣ mit 4-3 oder 3-4 in den Edelfarben besitzt, und man diese Hand nicht „2 ♣“ eröffnen will. Denkbar ist auch eine Verteilung 4-4-1-4, dies ist aber statistisch (insbesondere dass man auch noch gleich Eröffner ist) selten der Fall.

à Da die Eröffnungen auf der Stufe eins (abgesehen von „1 §“) auf (10)11-15 HP limitiert sind, gilt dies auch für „Revers-Ansagen“ des Eröffners: Er hat (14)15 HP, aber meist 7-8 Stiche, was eigentlich nur möglich ist, wenn eine Konzentration der Figuren in den langen Farben da ist. Ohne Revers weiss der Partner des Eröffners damit auch bereits in der zweiten Bietrunde, dass nur eine minimale Eröffnung vorhanden ist, was unser System gegenüber natürlichen Systemen vorteilhaft erscheinen lässt. Man weiss oft sehr schnell, ob die Ansage des vollen Spiels oder gar eines Schlemms zur Debatte steht. 

 Hier als PDF-Datei

Es ist besser, nicht ins „Lizitrennen“ einzusteigen,

ausser man hat eine Chance, dieses zu gewinnen:

Unser Ziel ist es nicht, mit unkoordinierter Aggressivität im Lizit einen Gegner an einem Tag zu zerstören, dafür an anderen Tagen selber erfolglos zu agieren. Alle Gebote (Eröffnungen wie Antworten), welche wir machen, haben das primäre Ziel, unsere Stärke und Verteilung zu zeigen. Dabei kann es sich um konstruktive oder destruktive Ansagen handeln – aber sie sind als solche im System definiert.

Eröffnungen der Stufe 1 sollen solid sein, und die Struktur unseres Folgelizits erlaubt es auch ohne individuelle Aggressivität à auch aggressive Endkontrakte zu finden. Unsere Eröffnungen der Stufe zwei haben einen barragierenden Effekt, dennoch minimieren sie das Risiko des Eröffners, weiter sind sie so solide, dass der Antwortende bei seinen Entscheiden für ein volles Spiel oder gar einen Schlemm vor negativen Überraschungen bezüglich Länge oder Qualität der Farben geschützt ist.

Unser Ziel ist es also, mit unserem System (und dessen soliden Anwendung) das Maximum an Vorteilen zu generieren, welches uns unser aggressives System bietet, ohne unnötige Risiken einzugehen. Das bedeutet auch, dass wir nicht aggressive Aktionen unternehmen, wenn wir ein Blatt besitzen, für welches unser System keine Ansage hat: Dann passen wir halt. Um erfolgreich Bridge zu spielen, muss man nicht mit jedem Blatt das absolute Maximum erspielen, es genügt, möglichst fehlerfrei zu spielen, immer das - mit den zur Verfügung stehenden Mitteln - bestmögliche Resultat für seine Seite zu erzielen und den Gegner zu bestrafen, wenn immer er einem Irrtum erliegt und zu hoch lizitiert.

 Hier als PDF-Datei

Man sollte ein Lizit nicht machen, wenn es nur dazu führt,

dass der Gegner die Hand richtig spielen kann:

Wir tauschen nur Informationen im Lizit aus, wenn sie uns weiter helfen. Dienen sie nur dem Gegner, so verzichten wir darauf. Dies gilt sowohl für offensive als auch für defensive Ansagen.

Unser System verfügt über diverse Ansagen, welche uns Klarheit über unsere Möglichkeiten geben, ohne dass der Gegner Informationen erhält, welche Farbe er beispielsweise ausspielen kann. Und haben wir die nötigen Informationen und wissen wir, dass zum Beispiel ein Schlemm keine guten Chancen hat, sagen wir so schnell wie möglich den Endkontrakt an, um dem Gegner so wenig Informationen für das Aus- und Gegenspiel zu geben wie möglich. Daher verwenden wir auch konsequent das Prinzip „fast arrival“.  

 Hier als PDF-Datei

Relaissystem: 

Unser System ist ein Relaissystem sehr moderner Prägung. Bei den Relais-Sequenzen orientieren wir uns an „The Viking Precision club“, wobei wir diese Sequenzen teilweise noch verfeinert und gemäss unserer Bridgephilosophie weiter entwickelt haben (wie auch jenes System von seinen Erfindern permanent weiter entwickelt wird). Wichtig ist, dass diese Relais das Spiel immer bis zum vollen Spiel forcieren, man aber jederzeit aus den Relaissequenzen aussteigen und in natürliche Sequenzen übergehen kann. Man muss sich dabei immer die Frage stellen: „Erhalte ich die notwendigen Informationen, welche ich zur Festlegung des Kontraktes brauche, oder benötige ich aktive Hilfe des Partners bei der Wahl des Endkontrakts?“ Warum verwenden wir diese Relais-Sequenzen: Wir machen einen Spieler zum Kapitän des Lizits, er kann die exakte Verteilung und die Schlüsselkarten herausfinden, ohne dass der Gegner etwas von der Hand des Kapitäns erfährt. Ein nicht unwesentlicher Vorteil des Ganzen.  

Sie werden es beim Lesen des Systems merken à alles ist auf die oben dargestellten drei Prinzipien ausgerichtet: Jede Lizitsequenz, jede Konvention. Sie können sehr präzise lizitieren, und das System verfügt über aggressive Komponenten, welche in der heutigen Zeit die Voraussetzung angestrebter Erfolge sind. Aggressivität, gepaart mit der Sicherheit des Systems, ausser sie überreizen das Ganze mit (unnötiger) eigener Aggressivität. Letzteres hat bei meinem System und meiner Bridgephilosphie keinen Platz – ausser es gehe in einem Match oder einem Turnier „um alles oder nichts“.

Doch nun wünscht der Verfasser uns (und allenfalls auch Ihnen) vor allem eines:

à Viel Spass und vor allem Erfolg

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 Home Nach oben 1 Treff Zass 1 Karo Zass Edelfarben Zass 1 Ohne Zass 2 Treff Zass 2 Karo Zass 2 Herz Zass 2 Pik Zass 2 NT Zass 3 in Farbe 3 NT Zass 4 Treff bis 5 Pik Zass Schlemmlizit Zass

 

Die Eröffnungen in einer Übersicht:

Hier als PDF-Datei

Eröff-nung

Stärke in HP

Anzahl

Karten

Künst-lich

Grobe Beschreibung

1 §

16+ HP

0

 

 

 

Ja

16+ HP, sämtliche Verteilungen (ausser ausgeglichen 23-24 HP) möglich, künstlich und forcierend, bei ausgeglichen verteiltem Blatt ohne 5er-Edelfarbe „gefährlich“ ab 17 HP

1 ¨

11-15 HP

1

Ja

11-15 HP, 1+ Karten in ¨, künstlich, soweit möglich aber natürlich, nicht forcierend, Singleton ¨ nur möglich, wenn man daneben eine 5er-§ ohne Qualität hat oder eine Verteilung 4-4-1-4 besitzt.

 

Mit ausgeglichenen Händen ohne 5er-Edelfarbe:

à Variante 1: Ungefährlich 13-15 HP an erster bis dritter Position

à Variante 2: Gefährlich 11-13 HP an erster bis dritter Position sowie immer an vierter Position

1 ©

11-15 HP

5

Nein

11-15 HP, 5+ Karten in ©, an dritter und vierter Stelle: 5+ ©, 8-15 HP, selten 4+ © 10-15 HP

1 ª

11-15 HP

5

Nein

11-15 HP, 5+ Karten in ª, an dritter und vierter Stelle: 5+ ª, 8-15 HP, selten 4+ ª 10-15 HP

1 NT

10-12 oder

14-16 HP

2

Nein

Ausgeglichen verteiltes Blatt, 5er-Edelfarbe nicht erlaubt, 5er-Unterfarbe erlaubt

à Variante 1: Ungefährlich 10-12 HP an erster bis dritter Position

à Variante 2: Gefährlich 14-16 HP an erster bis dritter Position sowie immer an vierter Position

2 §

11-15 HP

5

Ja

11-15 HP, vernünftige 5+ § (in der Regel mindestens 2 Figuren) und 4er-Edelfarbe (4er-¨ nur in Kombination mit 6+ ♣ möglich, dann aber (14-15 HP), ohne 4er-Edelfarbe 6+ Karten in ♣

2 ¨

Multi

0

Ja

Weak-two in einer Edelfarbe (6-10 HP, 6er-Farbe) oder 23-24 HP mit ausgeglichen verteiltem Blatt

2 ©

9-10(11) HP

 

 

 

10-12 HP

9

 

 

 

 

6

Ja

 

 

 

 

Nein

Exakt 5 Karten in und eine Unterfarbe (4+ Karten),  an dritter Stelle ungefährlich auch aggressiver möglich; an erster und zweiter Stelle sollten die Punkte tendenziell in den Farben sein;

 

an vierter Stelle: 10-12 HP, 6er-©

2 ª

9-10(11) HP

 

 

 

10-12 HP

9

 

 

 

 

6

Ja

 

 

 

 

Nein

Exakt 5er-♠ sowie 4+ Karten in einer Unterfarbe, an dritter Stelle ungefährlich auch aggressiver möglich; an erster und zweiter Stelle sollten die Punkte tendenziell in den Farben sein;

 

an vierter Stelle: 10-12 HP, 6er-ª

  Hier als PDF-Datei 

Eröff-nung

Stärke in HP

Anzahl

Karten

Künst-lich

Grobe Beschreibung

2 NT

4-9 HP, gefährlich 6-9(10) HP, an 4. Stelle 8-12 HP

10

 

(9+ an dritter  Stelle)

Ja

Mindestens 5-5 in den Unterfarben, Werte in den Farben, ungefährlich 4-9 HP, gefährlich 6-9(10) HP, an dritter Stelle 5-4 möglich, gefährlich solide; man beachte: An erster und zweiter Stelle sollten die Punkte tendenziell in den Farben sein; an vierter Stelle: 8-12 HP (ungefährlich und gefährlich), mindestens 5-5

3 § / ¨

Sperr-ansagen, natürlich

 

6

Nein

Natürliche Barragen gemäss Regel 2-3-4 (*1), 6+ Karten; an erster und zweiter Position braucht es zwei der drei Topfiguren, an dritter Stelle ist alles erlaubt.

3 ©/ª

Sperransagen, natürlich

7

Nein

Natürliche Barragen gemäss Regel 2-3-4 (*1), 7+ Karten; an erster und zweiter Position seriös, an dritter Stelle ist alles erlaubt.

3 NT

Sperransage in einer Unterfarbe auf Stufe 4

8

Ja

Sperransage in einer Unterfarbe für die Stufe 4, keine valablen Werte in den Nebenfarben, Regel 2-3-4 (*1)

4 §

Barrage in ©, Namyats

8

Ja

Barrage mit schöner ©, ungefährlich 8 Stiche, gefährlich 9 Stiche

4 ¨

Barrage in ª, Namyats

8

Ja

Barrage mit schöner ª, ungefährlich 8 Stiche, gefährlich 9 Stiche

4 © / ª

Barrage

(7) 8

Nein

Natürliche Barrage, Regel 2-3-4 (*1)

4 NT

Barrage

11

Ja

0-1 Defensiv-Stiche, Unterfarben 6+ und 5+ Karten

5 § / ¨

Barrage

8

Nein

Natürliche Barrage, Regel 2-3-4 (*1)

5 © / ª

Barrage

11

Nein

11 Stiche, es fehlen Trumpf As und König

*1:       Regel 2-3-4 bedeutet, dass man gefährlich gegn ungefährlich auf zwei, bei gleicher Gefahrenzone auf drei und ungefährlich gegen gefährlich auf vier Faller lizitiert.

Generell gilt, dass wir an erster, zweiter und vierter Stelle seriös öffnen. An dritter Stelle ist hingegen grundsätzlich alles erlaubt, wobei Eröffnungen in einer Edelfarbe zumindest bei schwächeren Händen zumindest eine schöne Farbe (Ausspielindikation) versprechen.

Und dann noch ein kleiner Exkurs à die verschiedenen NT-Abstufungen:

10-12 HP ungefährlich 1. bis 3. Position

 

1 NT

 

Keine 5er-Edelfarbe erlaubt

11-13 HP gefährlich

 

1 ¨ -1 ©/ª

1 NT

 

Keine 5er-Edelfarbe erlaubt

14-16 HP gefährlich 1. bis 3. Position

 

1 NT

 

Keine 5er-Edelfarbe erlaubt

14-16 HP an vierter Position

 

1 NT

 

Keine 5er-Edelfarbe erlaubt

Ungefährlich 16-19 HP

Gefährlich 17-19 HP

An 4. Stelle 17-19 HP

 

1 § - 1 ¨

1NT

 

Schlechte 5er-♠ erlaubt, jegliche 5er- erlaubt

 Alle anderen ausgeglichen verteilten Blätter mit 20 und mehr Figurenpunkten werden mit

„1 ♣“ eröffnet und über Relaissequenzen lizitiert.  

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Grundlegende Prinzipien technischer Art:

 Hier als PDF-Datei

Fast arrival: Ist das volle Spiel forciert, ist die Ansage des vollen Spiels schwächer als eine Ansage auf tieferer Stufe. 

Ansage des vollen Spiels  = Abschluss: Die Ansage des vollen Spiels ist zu passen.

Ausnahme:    Der Partner öffnet gleich 4 ©/ª und haben Sie vis à vis 4 Topstiche,  müssen Sie unbedingt den Schlemm suchen (mit 3½ Topstichen ist es Sache Ihres Gefühls).

Dass Mancheansagen in der Regel das Lizit abschliessen ist eine Folge des Prinzips "fast arrival".

Lizitstil: Wenn wir die Punktemehrheit haben, lizitieren wir langsam, besitzt sie hingegen der Gegner, sagen wir gleich auf jener Stufe an, bis zu welcher wir sowieso gehen wollen, wobei wir die Trumpfkarten addieren und auf der Höhe der Summe ansagen.

è              Law of total tricks

 

Grund: Mit Punkten langsam lizitieren, um den richtigen Kontrakt auf gewünschter Höhe zu finden und um dem Gegner die Chance zur Intervention zu geben, was uns die Chance zum Strafkontra eröffnet. Mit wenig Punkten nehmen wir dem Gegner den Lizitraum weg.

Eröffnungen: Die Eröffnungen sind an erster und zweiter Stelle solide, an dritter Stelle hingegen ist alles erlaubt. An vierter Stelle öffnen wir aggressiv, beachten dabei aber die "Pik-Regel" (vgl. hinten).

Eröffnung 1 in Farbe: Edelfarben eröffnen wir solide, an dritter Stelle aggressiv, und auch bei der Unterfarben „1 ¨“ (oder „2 §“) eröffnen wir jedes Blatt ab 12 HP. Bei der ¨-Eröffung ab 11 HP nur dann, wenn wir 4+ Karten in ¨ haben. „1 §“ ist bekanntlich künstlich (16+ HP).

Grund: Die Eröffnungen sind ja auf maximal 15 HP limitiert, so dass nicht all zu viel passieren kann. Bei Edelfarbenkontrakten benötigt man zudem für ein volles Spiel nur 10 Stiche, was man teilweise durchaus auch dann erfüllen kann, wenn das volle Spiel „gezogen“ angesagt wurde. Demgegenüber braucht man für das Gewinnen von 11 Stichen meist solide Werte. Daher muss man hier insbesondere im Folgelizit etwas vorsichtig sein.

Edelfarbeneröffnungen haben einen durchaus barragierenden Charakter, „2 §“ in unserem System ebenfalls, während Unterfarbeneröffnungen (bei uns „1 ¨“) den Gegner meist wenig in seinen Aktionen behindern können.

Bluffgebote: Bluffgebote sind selten, beispielsweise an dritter Stelle aber möglich. Auch in den klassischen Situationen können sie durchaus Sinn machen. Zum Beispiel: 1 ¨ / Kontra / 1 © mit 3er-© und ¨-Fit.  Wichtig: Der Partner verhält sich wie vis à vis einer natürlichen Eröffnung respektive geht beim erwähnten Beispiel von 4+ ©-Karten beim Partner aus.

Spielstil/Technik: Wir spielen technisch. Wir machen immer saubere Spielpläne. Das Glückspiel überlassen wir den Gegnern. Dabei beachte man: Es gibt sinnvolle und idiotische Bluffgebote; auch hier kann man sich also technisch und taktisch geschickter oder weniger klug verhalten. Und Bluffgebote bewirken auch, dass man für den Gegner nie leicht auszurechnen ist.

Interventionen: Wir intervenieren aggressiv, wenn die Intervention für den Gegner störend ist.

Beispiele:        1 § - 1 ¨ zeigt eine respektable Eröffnung, da die Intervention den Gegner kaum stört

1 § - 1 ª nimmt dem Gegner 2 Farben weg und setzt daher nur (6/7)8 Punkte voraus

1 § - 2 ª ist demgegenüber sehr störend und kann daher - wenn man wie wir „weak jump overcalls“ spielt - grün gegen rot auch schon mit

ª Q10xxxx © x ¨ 109x § xxx gemacht werden (mit ª KQ10xx © x ¨ 109xx § xxx sagt man "1 ª"!).

Wieso der Unterschied? Mit dem zweiten Blatt will ich, dass der Partner Pik ausspielt, mit der ersten Hand will ich nur den Gegner stören.

Die Intervention auf Stufe 2 ohne Sprung zeigt immer Eröffnungsstärke und eine 6er-Farbe (oder eine excellente 5er-Farbe).

Vierte Farbe forcierend zum vollen Spiel: Das Lizit der vierten Farbe forciert in der Regel zum vollen Spiel und fragt nach einem Stopper.

Zwei fehlende Farben: Mit dem Lizit der dritten Farbe zeigen wir, wenn die Ansage nicht mehr natürlich sein kann,  einen Stopper und fragen nach dem Stopper in der vierten Farbe.

Eine fehlende Farbe: Das Lizit dieser Farbe fragt nach dem Stopper. Auch diese Grundregel findet sich in allen vergleichbaren Situationen umgesetzt.

Blattbewertung: Als Figurenpunkte zählen wir für ein As 4 HP, für einen König 3 HP, für eine Dame 2 HP und für einen Buben 1 HP. Bei den Verteilungspunkten zählen wir für eine Chicane 3 VP, für ein Singleton 2 VP und für einen Doubleton 1 VP. Dann gibt es noch folgende Längenpunkte in „Ohne“: Für eine 5er-Länge bei Eröffner ½ LP, beim Antwortenden 1 LP, für eine 6er-Länge beim Antwortenden 3 LP etc. Hält man alle 4 Asse, darf man einen HP dazuzählen. Hält man alle vier 10, so gibt dies einen halben HP zusätzlich. Bei einer Verteilung 4-3-3-3 sollte man einen HP abzählen. Ebenso ist ein HP abzuzählen bei einer Singleton Figur oder einem Doubleton KQ.

Die Loserzählung ist nur von Interesse, wenn man einen Fit hat. Sie hilft uns, in Zweifelsfällen die richtigen Entscheidungen zu treffen. Beim Zählen der Verlierer (Loser) eruiert man die Zahl der fehlenden Topfiguren. Gemeint sind dabei As, König und Dame. In jeder Farbe kann man maximal so viele Verlierer wie Karten besitzen, im Maximum also deren drei. Hat man bei 3 oder mehr Karten in einer Farbe nur die Dame ohne die 10, so zählt man 2½  Verlierer, hat man die 10 jedoch nur 2 Verlierer.

Xxx

3 Verlierer

 

xxxx

3 Verlierer

 

A7x

2 Verlierer

J9x

3 Verlierer

 

Q65

2½  Verlierer

 

K105

2 Verlierer

98

2 Verlierer

 

QJ

2 Verlierer

 

AK5

1 Verlierer

AQ7

1 Verlierer

 

K7

1 Verlierer

 

A5

1 Verlierer

KQ8

1 Verlierer

 

K

1 Verlierer

 

KQ

1 Verlierer

Q

1 Verlierer

 

5

1 Verlierer

 

AK2

0 Verlierer

AKQ6

0 Verlierer

 

Chicane

0 Verlierer

 

AJ10

2 Verlierer

Nun sind folgende Korrekturen vorzunehmen: 

1.)    Bei sehr guter Trumpfunterstützung ist 1 Verlierer abzuziehen (vis à vis 5er-Farbe mind. KQxx)

2.)    ½ Verlierer kann bei einer 4er-Trumpfunterstützung oder einer Nebenfarbe mit AJ10 abgezogen werden

3.)    Hat man nur Dreierunterstützung in Trumpf ist ein Verlierer hinzu zu zählen

4.)    Hat man Qx in einer Farbe, in der der Partner eine gute 5er-Farbe (oder mehr) gezeigt hat, ist ein Verlierer abzuziehen.

5.)    Bei einem 10-Karten-Fit kann ein Verlierer abgezogen werden, wenn Schnapperpotential bekannt ist.

Bei einer Eröffnung 1 in Farbe rechnet man mit 7 Verlierer. Daher addiert man Partners sieben Verlierer zu den eigenen Verlierer und subtrahiert den erhaltenen Wert von 24. Das Resultat entspricht der Stichzahl, die die Partnerschaft zurecht erwarten darf.

 Hier als PDF-Datei

Hier das System "Zass" als PDF

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